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Der Theil nun, mit welchem sie die Nahrung aufuchincn, heißtMund, der, in welchen sie ausgenommen wird, Nahrungs-kau al, der dritte hat vielerlei Namen. 2. Es gibt indcßzweierlei Ausscheidungen und zwar haben alle diejenigen Thiere,welche Behälter für die flüssige Ausscheidung^) besitzen, auchsolche für die feste, welche aber diese, nicht allemal auch jene.Daher haben die, welche mit einer Harnblase versehen sind, aucheinen Darmkanal, die hingegen, welche einen Darmkanal besitzen,nicht immer eine Harnblase. Der Behälter für die flüssige Aus-scheidung heißt nämlich Harnblase, der für die feste aber Darm-kanal ^). 3. Von den übrigen findet sich bei vielen neben diesen
Thcilen auch noch der, mittelst dessen sie den Fruchtstoff ergießen,und unter diesen wiederum ergießen diejenigen, bei welchen einErzeugen lebendiger Jungen stattsindct, denselben theils in sichselbst, theils in ein anderes Thier. Dasjenige nun, welchesihn in sich selbst ergießt, heißt das Weibchen^), das, welchesihn in ein anderes ergießt, das Männchen. Bei einigen findetindcß kein Unterschied von Männchen und Weibchen Statt ^), wiedenn auch die zu dieser Verrichtung bestimmten Theile der Artnach von einander abweichen. Einige haben nämlich Hhsteren
-) Statt liest Schneider 7ik§rrreu«'Ll!ie, offenbar besser.
") bezeichnet bald Magen, bald Nahrungskanal und Bauch, bald Darm-
kanal, bald Blinddarm, hier mehr Mastdarm.
"b ab. lia gsn. an. I, 1,3:1, 17 —22 hängt mit der aristotelischen Zeugungs-theorie zusammen. Der Philosoph meinte nämlich, das Weibchen liesere in der monat-lichen Reinigung das Material zu der Frucht; diese Reinigung sei, wie der männlicheSame, eine Art Ausscheidung , aber wegen der geringeren Wärme des
Weibes ungar und deßhalb roth gefärbt. Diese Reinigung komme allen weiblichenThieren zu, sei aber nur beim menschlichen Weibe übermäßig reichlich und daher zuTage tretend. Mit dem Ende der Reinigung rinne das Restirendc zusammen <<rnvi-und liefere mit diesem Gerinnsel de» Stoff (ro erurno'rstuLnon, rufür das entstehende, durch die bewegende Kraft des männlichen Samens geformte undbelebte Thier.
2) Vergl. ils gen. au. I, 23; II, 5. Als solche nennt er die Aale, eine ArtKestreus, die Schalthiere.
b) Dies Wort gebraucht Aristoteles in einem Umfange, in welchem wir
kein entsprechendes deutsches Wort haben, da es bald Gebärmutter, bald Eierstöckc be-deutet. ES ist daher unübersetzbar. ES überall mit „Gebärmutter" wiederzugeben,
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