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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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den Verrichtungen und Gewohnheiien nun beruhen darauf, daßeinige von ihnen Wasser-, andere Landthiere sind, und zwarWasserthierc in zweifacher Hinsicht, einige dergestalt, daß sieihr Leben im Nassen verbringen, in ihm ihre Nahrung finden,auch Wasser einzichen und ansstoßcn, desselben beraubt aber nichtfortleben können, wie dies bei vielen Fischen der Fall ist. Anderehingegen finden zwar auch ihre Nahrung und ihren Aufenthaltim Wasser, ziehen aber nicht Wasser, sondern Luft ein undgebären außerhalb desselben. Dergleichen gibt es viele theilsmit Füßen versehene, z. B. die Enhydris ^), der Latar^) unddas Krokodil theils geflügelte, wie die Aithyia und Kolym-

b) (vergl. bist. an. VIII, 7, 5); ein Säugethier, von welchem wir

außerdem nur erfahren, daß es in Teichen und Flüssen seiner Nahrung nachgeht, schlankerals der Latax ist, Menschen beißt und der Sage nach nicht eher loS läßt, bis es dieKnochen knirschen hört, läßt sich wohl auf die Fischotter, Iwtra. vulgaris, deuten.

2) (ek. Iiist. an. VIII, 7, 5), von diesem sonst nicht genannten Vierfüßler

erfahren wir außerdem, daß er an Teichen und Flüssen seiner Nahrung nachgeht, breiterist als die kräftige Zähne hat, oft Nachts an's Ufer geht und mit seinen

Zähnen Stämme abschneidet, einen zwischen dem der Robbe und des Hirsches in derMitte stehenden Pelz hat. Alles paßt wohl auf den Biber, Oastor über, der allerdingsunter dem Namen (Inst, an, VIII, 7, 5) besonders erwähnt wird. Strack

will lieber den Dachs unter dem Latax verstehen, der sonst bei Aristoteles nicht vorkäme;allein gar vieles Andere kommt auch bei Aristoteles nicht vor, und das Leben im Wasserwill auf den Dachs nicht sonderlich passen.

*0) vergl. Theilc der Thiere IV. II, S. 163, Anm. 4, das Nil-

krokodil, Oroooäilns vulgaris, 6uv., und noch ein zweiter Saurier ok. Anm. 12 zum12. Cap. des II. Buches.

**) ein Vogel, von welchem (bist. au. V, 8. 4; VIII, 5, 7) nur mit-

getheilt wird, daß er auf Felsen im Meere 23 Eier legt und zwar (zum Unterschiedevon im Frühlings gleich nach der Tag- und Nachtgleiche, keinen Winterschlaf

hält und von ausgeworfenen Scethieren lebt. Plinius (bist. nat. X, 58) übersetzt(offenbar die Stelle bei Arist. Inst. an. X, 8, 4) mit inorgns, mit

xavia: (Oaviao in pstris niäiüoant, morxi ot in ardoridus. karinnt xlnrimum terna,

a vsntrs xrotinus rseto intsstino transonnt eidi, nt lupis corvariis ot intor avesmortis. Aus alledem ist nicht viel zu machen, noch weniger aber aus Oppian(Ixsnt. II, 5) und wo sonst noch cer.'Avt« vorkommt. Da Aristoteles die cci'Ar-L«zur Erläuterung seiner Distinctionen benutzt, Homer (. V, 337 u. 354) undApollonius Rhodius (4r§on. IV» 966) von ihr einen Vergleich hernchmen, und