sitzen nämlich zwar dieselben Theile, aber keineswegs in gleicherAnordnung; so tragen z. B. einige die Zitzen an der Brust,andere in der Nähe der Schenkel. 5. Die einfachen Theile nunsind theils weich und feucht, theils fest und trocken, und zwarfeucht entweder unter allen Umständen, oder nur so lange sie sichin ihren naturgemäßen Verhältnissen befinden, z. B. Blnt, Ichor ^),Schmalz, Talg ^), Mark, Same, Galle, Milch, bei denen, welchensie zukommt, Fleisch und das diesem Analoge; ferner in andererWeise die Ausscheidungen z. B. Schleim?) und die Auswurfs-stoffe des Darms und der Harnblase. Trocken und fest hingegenz. B. Sehne, Haut, Ader, Haar, Knochen, Knorpel, Nagel, Horn,(es führt nämlich der Theil den gleichen Namen, wenn er demGanzen gleichartig ist, und das Ganze wird eben Horn genannt);ferner, was diesen analog ist. 6. Die Verschiedenheiten der Thiereaber beruhen in der Lebensweise, in den Verrichtungen, den Ge-wohnheiten und den Thcilen. Uebcr alles dies wollen wir zu-nächst im Allgemeinen sprechen, weiterhin aber bei jeder Klasseweitläufiger handeln. Die Verschiedenheiten nach der Lebensweise,
5) (vergl. Theile der Thiere S. 35 Anm. 7) bezeichnet, wie überhaupt,
bei Aristoteles vielerlei, im Allgemeinen aber stets eine wässerige, thierische, doch nichtexcretorische Flüssigkeit, z. B. Blutserum (bist. an. III, 14, 6), Molke (bist. an. QI,16, 2), das farblose Blut der niederen Thiere (bist, am III, 2, 1) re. Hier ist wahr-scheinlich der weiter unten (111, 6, 1) als in eigenen enthaltene Saft gemeint(ek. die Anm. zu dieser Stelle). Da .- Blutserum und die Molke können hier nicht ge-meint sein, da sie nur Theile des besonders aufgeführten Blutes und der Milch sind, undals solche erst außerhalb des Thieres auftreten, ebensowenig das farblose Blut der nie-deren Thiere, da dieses unter dem späteren Zusatz xccL 7o ror-r'ott zu
subsumiren ist.
6) XttL vergl. Theile dxr Thiere II, 3, S. 35, Anm. 1.
7) vergl. üs xon. au. I, 18, wo cs als ein
i'coPrsx bezeichnet wird) bezeichnet« bei den griechischen Aerzten von HippokrateSbis Galen den Schleim, von welchem man behauptete, daß er aus den Nahrungsmitteln(besonders aus Käse und scharfen, wie schleimigen Stoffen) entstehe (Ilippoorat.
IV, 3) und einen wichtigen Bestandtheil des Körpers, eine der vier Grund-flüssigkeiten desselben (die drei andern waren Blut, schwarze und gelbe Galle, ek. Anm. 2zum 2. Kap. des III. Buches) bilde, deren normale Mischung Gesundheit bedinge, wäh-rend ein Vorwalten der einen oder andern krank mache (Lixxoerat.
II).