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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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der Anatomie derselben und aus der Naturgeschichte der Thiere er-sehen ''). Die Ursache für die grössere und geringere Anzahl ist diegrößere und geringere Wärme im Herzen; denn eine schleunigere undkräftigere Bewegung muß bei deujenigeu stattfindcn, welche mehrWärme besitzen. Die mit mehreren oder doppelten Kiemen versehenenhaben aber eine solche Beschaffenheit in höherem Grade als die miteinfachen und wenigeren. Daher vermögen auch einige von den mitwenigeren und minder kräftiger» Kiemen, z. B. der Aal und alleschlangcnartigcn, lange Zeit außer dem Wasser znzubringcn, sie be-dürfen nämlich keiner bedeutenden Abkühlung "). Es gibt indes!auch Verschiedenheiten rücksichtlich des Mundes. Einige haben näm-lich den Mund geradezu nach vorn, andere, z. B. die Delphineund die Selacherartigcn, an der Unterseite, daher sie auch ihre Nah-rung aufnehmen, indem sic sich rücklings wenden. Die Natur scheintdieß indeß nicht bloß zum Heile der übrigen Thiere so eingerichtet zuhaben (da cs nämlich mit dem Umwerfen langsam geht, so entrinnendie andern, alle so beschaffenen sind nämlich Fleischfresser), sondernauch damit sie nicht ihrer Gefräßigkeit nachgehcn; denn wenn sie ihreBeute lichter erhaschten, würden sie gar bald an Ueberfüllung zuGrunde gehen. Da sie übcrdicß eine ihrer Beschaffenheit nach rundeund schmale Schnauze haben, so können sie sie nicht weit offen halten.Ferner besitzen auch von denjenigen, welche den Mund nach oben hinhaben, einige einen weit geschlitzten, andere einen zugespitzten Mund,

Vgl. lNxt. nn. II, 8. 4.

*2) Der Aal, die Muräne (vgl. lN^t. an. V, 8. 4.) und überhaupt dieFische mit kleinen Kiemcnspalten können lange Zeit anher dein Wasser zn-bringen, nicht aber ans dem von Arist. hier angegebenen Grunde, sondernweil bei gcringerm Luftzutritt ihre Kiemen länger feucht bleiben, wie dieß auchArist. lla rcxp. XVlll. richtig andentct.

Diese durchaus falsche Angabe beweiset, wie wenig genau Arist. de»Delphin kannte, pvn dem doch so oft bei ihn, die Rede ist. Daß cS aber völligunbegründet ist, hier zur Rettung des Naturforschers mit FranhiuS eine Kor-ruption des Textes zu wittern und voreilige konfectnrc» ZN machen, das be-weiset die fast gleichlautende Stelle m»t, an. VIII, 4. 4. (ol ör kkXoe^w-örr§ xal ökXlptt'kA xal Trcr'pvkA ol x^vchöklA kiirriot anaiilTi-i-uivss Xafl/?lrnoi-kt' xo-'r-co rsi cevösla k/olxrl-), wie sich

denn auch derselbe Jrrthnm bei ?lln. IN«t, nat. IX, 7. l, findet.

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