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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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mancherlei Wasserthierchen Jagd machen, und bei diesen gestaltet sichder Hals wie eine Augelruthe, der Schnabel aber wie Schnur undAngel. Das Obere und Untere und das, was bei den Vierfüßlernals Rumpf bezeichnet wird, dieser Raum ist bei den Vögeln aus einemStück gebildet; sic haben nämlich statt der Arme und Vorderbeine dieherabhängcnden Flügel, eine» cigcnthümlichen Theil; darum habensie statt des Schulterblattes die Enden der Flügel auf dem Rücken.Beine haben sie aber, wie der Mensch, zwei und diese beugen sich wie beiden Vierfüßlern nach hinten und nicht wie beim Menschen nach vorn ^),die Flügel dagegen, gleichsam die Vorderbeine der Vierfüßler, zumKreise. Zweibeinig ist er aber mit Nothwendigkeit; den» seinem Wesennach gehört der Vogel den Blutführcnden an, zugleich ist er aber auchgeflügelt. Die Blutführcnden bewegen sich aber mit höchstens vierExtremitäten. Daher haben auch die Vögel wie die übrigen Land-thicrc und Schreitenden vier hängende Extremitäten. Bei diesen bildenaber die Arme und Beine zusammen vier, den Vögeln sind dagegenstatt der Vorderbeine oder Arme die Flügel cigeiithümlich; denn mittelstdieser können sie fliegen''); bei dem Vogel gehört aber das Fliegenzu seinem Wesen, so daß ihnen also mit Nothwendigkeit übrig bleibt,daß sie zweibeinig sind; denn ans diese Weise bewegen sie sich, dieFlügel mit eingerechnet, mittelst vier Extremitäten. Die Brust istbei allen scharf und fleischig , und zwar scharf zum Zweck des

") Arist. sicht nämlich irrthümlich, wie dieß auch bei der äußern Betrach-tung richtig zu sein scheint und von Unkundigen »och heute für richtig gehaltenwird, bei de» Thieren (mit Ausnahme der Affe», Iil-it. an. II, 5. z., beiwelchen sich aber die richtige Anschauungsweise von sclbg ansdrängt, und Ele-phanten) das Fcrsengelenk für das Knie-, das Handgelenk für das Ellenbogen-gelenk an. Die weitere Exposition dieser Verhältnisse muffen wir indcß für dasBuch Uv NN. incessu anfsparen.

''I nrr^TltXOt kickt, andere lesen vovlxdt keck»; die erslcre Lesartscheint besser zum gleich Nachfolgenden zu passen.

d) DaS Brustbein der Vögel ist bekanntlich (wie das einiger Säugethiere,z. B. Fledermäuse, Maulwürfe), aber nicht ans dem von Arist. angeführtenGrunde (welcher ja gar nichts heißt, indem die scharfe Kante durch die massigeMuskulatur und das Fcdcrklcid verschwindet), sonder» zum oder vom Ansätzeder kräftigen Flügelmnskeln mit einer mehr oder minder vvrragendcn Längö-leiste, dem sogenannten Brustbeinkamm versehen.