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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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Gebilde des Schnabels. Den Elcphanten dient nämlich der Rüffelstatt der Hände, einigen Insekten die Zunge statt des Mundes, diesendagegen der knöcherne Schnabel statt der Zähne und Lippen '). Vonden Sinnesorganen ist früher die Rede gewesen. Den Hals habensie von Natur abgesetzt und zwar ans derselben Ursache, wie die übri-gen, und einige haben einen kurzen, andere einen langen und in derRegel ziemlich den Bienen entsprechend. Die langbeinigen habennämlich einen langen, die kurzbeinigen einen kurzen Hals mit Aus-nahme der- Schwimmvögel''); denn wenn die einen bei langen Beineneinen kurzen Hals hätten, so würde ihnen der Hals nicht dazu ge-eignet sein, die Nahrung vom Boden aufzunchmcn, bei den übrigenhingegen nicht, wenn er lang wäre bei kurzen Beine». Ucbcrdießwürde bei den Fleischfressern unter ihnen die Länge desselben ihrerLebensweise im Wege sein. Der lange Hals ist nämlich schwach, siegewinnen aber ihren Lebensunterhalt durch Gewalt. Darum hat keinVogel mit krummen Krallen einen langen Hals. Die Schwimmvögelhingegen und diejenigen, welche zwar getrennte, aber mit lappigenAnhängen besetzte Zehen haben, weil sic mit den Schwimmvögelneinem und demselben Geschlcchte angehören, haben zwar einen langenHals (ein solcher ist ja für die Nahrung aus dem Wasser geeignet),aber zum Schwimmen kurze Beine. Auch der Schnabel zeigt nachder Lebensweise Verschiedenheit. Denn einige haben einen geraden,andre einen gebogenen; einen geraden diejenigen, welche ihn bloß zurErnährung gebrauchen, einen gebogenen dagegen die Fleischfresser; einsolcher ist nämlich zum Bewältigen geschickt; sie müssen sich aber ihreNahrung von Thiercn hernehmen und zwar zumeist mit Gewalt. Die-jenigen hingegen, welche im Sumpfe leben und Pflanzen fressen, habeneinen breiten Schnabel, ein solcher ist nämlich zum Wühlen, sowiezum Herausziehen und Abrupfen der Nahrung geeignet. Einige habenauch einen langen Schnabel und Hals, weil sie ihre Nahrung aus derTiefe heraufholcn müssen. Auch leben die meisten derartigen Schwimm-vögel dadurch, daß sic entweder einfach oder mittelst dieses Thciles aus

Einige Codices lese» ^Slocöv; jedenfalls ist in Nebereinstinimnng mitII, IS.; III, i. die Lesart vvrznziehen.

2) Z. B. der Schwäne.