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das Chamäleon; denn cs ist unter allen am wenigsten blutreich. DieUrsache daran ist die psychische Cigcnthümlichkcit des Thiercs; ausFurcht wird cs nämlich vielfarbig "j; die Furcht ist aber eine Ab-kühlung auö Blutarmuth und Mangel an Wärme. — So wäre dennalso von den äußern Theilcn der blutführcudcn Thicrc sowohl der fuß-losen als vierfüßigcn, wie sie beschaffen sind und anS welchen Ursachen,so ziemlich die Rede gewesen.
Zwölftes Kapitel.
Bei den Vögeln beruht die gegenseitige Verschiedenheit in derUebcrzahl und dem Mangel der Theile und im Verhältniß der Größeoder Kleinheit. Denn von ihnen sind einige lang-, andere kurzbeinig,einige haben eine breite, andere eine schmale Zunge und gerade soverhält cs sich auch bei den übrigen Theilen. Sic haben aber nurwenige Theile, durch welche sie sich eigenthümlich von einander unter-scheiden; bezüglich der übrigen Thicre unterscheiden sic sich dagegenauch durch die Gestalt der Theile. Befiedert sind sic nun sämmtlichund zwar haben sie dieß vor den übrigen eigenthümlich. Die Theileder Thicrc sind nämlich thcils behaart, theils mit Schildern, theilsmit Schuppen bedeckt; die Vögel dagegen sind gefiedert. Und ihrFlügel ist gespalten und an Gestalt kcincswcgcs dem der Insekten gleich.Bei diesen ist er nämlich ungcspaltcn, bei jenen gespalten, bei diesenschaftlos, bei jenen mit Schäften versehen. Sie haben aber auch amKopfe zum Ucberfluß und eigenthümlich rücksichtlich der übrigen das
") lieber den Farbenwechsel des Chamäleon vgl. lust. II, 7. 3 — 4.— Im Wesentlichen stimmen die histiologischen Verhältnisse dieses Farben-ivechselS mit denen der Octopvden (vgl. unsre Anm. 5 zu II, 4.) überein, wiedieß neuerlich Brücke (Untersuchungen über den Fnrbenwechsel de§ afrikanischenChamäleons. Wien I8S2.) nachgcwiescn hat. Das betreffende Thier ist (Nm-maelcvn akrlcanuü (ini,, welches sich in Nvrdasrika, besonders Aegypten, aberauch in Südspanien findet. Der Fnrbenwechsel schwankt vom gewöhnlichen Hell-grün in'S Gelbe, Nvthliche, Grünliche, Schwärzliche, Braune, und beruht, wieauch bereits Milne Edwards nachwies, im Bvrhandenfein zweier Pigmentschichtenin der Haut, einer tiefer» dunkler» und einer vbern Hellern, wobei durch diewechselnde Super- und Jnxtapositivn beider die wechselnden Farben entstehen-