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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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so daß die Ausscheidung dieser und ähnlicher Stoffe vernunftgemäßnach diesen Theilen hin vor sich geht. Wie cs sich indcß im Innernverhält und wie sich die den Samen und die Schwangerschaft betreffen-den Theile unterscheiden, das ist aus der Naturgeschichte der Thicre "9und ans der Anatomie klar und wird später in den Büchern über dieEntwicklungsgeschichte '?) erörtert werden. Daß aber die Formendieser Theile in einem nothwendigen Verhältnisse zu ihrer Thätigkcitstehen, ist nicht undeutlich. Es zeigt indeß das männliche Glied Ver-schiedenheiten nach der Verschiedenheit des Körpers. Denn nicht allezeigen eine gleiche sehnige Beschaffenheit. Ueberdieß zeigt auch vonallen Theilen dieser allein ohne krankhafte Veränderung ein Anschwellcnund Erschlaffen von diesen ist nämlich jenes zur Begattung, diesesaber zum Bednrfniß des übrigen Körpers zweckmäßig; bei stets gleichemVerhalten würde eS nämlich hinderlich sein. Es ist aber dieses Gliedseiner Natur nach aus solchen Theilen gebildet, daß dicß beides statt-finden kann; cs enthält nämlich thcils Sehniges, theils Knorpliges.Daher kann cs sich ausdchnen und zusammenziehen und ist zur Aus-nahme der Luft fähig '^). Die Weibchen der Vierfüßler harnensämmtlich nach hinten, weil ihnen die Anordnung in dieser Weise zurBegattung paffend ist, von den Männchen harnen indeß wenige nachhinten, wie der Luchs, der Löwe, das Kamcel, der Hase ; von

>°) Vgl. inst. ->n. m, ,. und vir.

I?) Vgl. No gen. nn. I, 12.

iS) ErcctileS Gewebe kommt auch saust im Körper vvr, wenngleich minderauffallend ez. B. tunlc» äarto-,); bei den Thiercn ist eS zuweilen auffallendgenug; man erinncrc sich des bereits Anm. S zu II, >7 erwähnten contrac-tilcn GaumcnorganS der Cyprinen; man denke ferner an die sogenanntenFleischzapfen an Stirn lind Kehle des Puters (lUeleagrl« gallopavo L,.) u. s. w.

Ib) Vgl. unter andern; bist. an. VII, 7. I und vroblemat. IV, 23.Arist. glaubte die Grection des Penis durch Luftaufnahme bedingt und ließ auchdie Ejaculation des Samens durch einen Lufthauch erfolgen. Wir wissen aber,daß die Erection, wenn nicht vielleicht das eigenthümliche Gewebe jener Schwcll-körper (corpora caveinosa) daran selbst Antheil nimmt, bloß in stärker»; Zuflußdes Blutes und durch hier nicht zu erörternde Verhältnisse des Baues bedingtenverminderten Abfluß desselben erzeugt wird.

Bei diese» Thieren, wie überhaupt bei den Kahen und vielen Nagernist nämlich die Ruthe im erschlafften Zustande nach hinten gerichtet.