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bei den Kindern hingegen ist umgekehrt der Obertheil groß, der untereklein; darum kriechen sic auch, gehen aber können sie nicht. Anfangsaber können sie nicht einmal kriechen, sondern liegen unbeweglich;denn alle Kinderchen sind Zwerge. Während die Menschen sich aberentwickeln, wird der untere Thcil größer. Bei den Vierfüßlern istdagegen umgekehrt zuerst der untere Theil am größten, während siesich aber entwickeln, werden sie am obern Thcilc größer; dieser istaber der Rumpf vom Hintern bis zum Kopfe. Darum sind auch dieFüllen an Höhe wenig oder gar nicht kleiner als die Pferde, und solauge sie jung sind, erreichen sie mit dem Hinterbeine den Kopf, wennsie aber älter sind, können sie das nicht. Die Ein- und Zweihuferverhalten sich nun in dieser Weise; die Vielzchigen und Ungehörntenaber sind zwar auch zwergartig, doch weniger als jene, daher ver-größern sich auch die untern Thcilc im Verhältnis? zu dem obern nachMaßgabe des Mangels. Es ist aber auch das Geschlecht der Vögel,der Fische und alles Blntsührendc, wie bemerkt wurde, zwergartig.Daher sind sie auch sämmtlich geistig weniger entwickelt als die Men-schen. Ja auch unter den Menschen selbst bleiben z. B. die Kinderim Verhältniß zu den Erwachsenen, ja sogar unter den Erwachsenendie ihrer Natur nach zwergartigen, wenn sie auch irgend eine ander-weitige Fertigkeit voraus besitzen, dennoch in der Entwicklung desGeistes zurück ^). Die Ursache davon ist, wie schon früher bemerktwurde, die, daß der Urquell der Seele äußerst schwer beweglich undkörperlich ist. Wenn aber ferner die aufwärts steigende Wärme nochmehr vermindert und das Erdige vermehrt wird, so sind die Körperder Thicre kleiner und mehrbeinig, werden aber endlich sußlos und zurErde niedergcstreckt. Und indem dieß allmählich so fortschrcitct, habensie auch den Anfang unten und der Kopftheil ist endlich bewegungs-und empfindungslos, und sie werden zur Pflanze, welche das Obereunten, das Untere dagegen oben hat; denn die Wurzeln haben beiden Pflanzen die Bedeutung des Mundes und Kopfes, der Same imGegentheil, denn er entsteht oben und an den Enden der Triebe. Auswelcher Ursache somit einige lebende Wesen zwei-, andere mehrbeinig,
5) 2st beim Menschen entschieden unwahr. Vgl. indeß lust. an II, 3.
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