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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
Entstehung
Seite
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der Eingeweide gebildet wird, das Blut, weil eine solche Mangel-haftigkeit desselben ihrem Wesen zu Grunde liegt; denn daß einigeblutsührcnd, andere blutlos sind, beruht auf dem Begriffe, welcherihr Wesen bcgränzt. Ferner haben dieselben auch nichts von dem,um dcffentwillen die blutfnhrcnden Thiere die Eingeweide besitzen;denn sie haben weder Gefäße^), noch eine Blase, noch athmcn sieLuft, vielmehr ist ihnen einzig und allein das Analogon des Herzensverliehen. Denn das Empfindende der Seele und die Ursache desLebens dient ja bei allen Thicren einem gewissen Anfänge der Theileund des Körpers zur Grundlage. Aber auch die zur Ernährung die-nenden Theile besitzen sie insgesammt mit Nothwendigkeit; die Artenunterscheiden sich aber nach dem Orte, an welchem sie die Nahrungcinführen. Die Kopffüßler haben aber um den sogenannten Mundzwei Zähne und im Munde statt der Zunge etwas Fleischiges, mittelstdessen sie das Angenehme in den Nahrungsmitteln unterscheiden 5).In gleicher Weise, wie diese, besitzen auch die Krustcnthiere die vor-der» Zähne und das der Zunge analoge Fleischige 6). Ferner habenauch sämmtliche Schalthiere den so beschaffenen Theil ans derselbenUrsache wie die Blutführenden zum Schmecken der Nahrung ?). J,rgleicher Weise besitzen auch einige Insekten den aus dem Munde hcrvor-trctendcn Rüssel, z. B. das Geschlecht der Bienen und Fliegen, wie

D. h. ge hoben nur höchstens ein Analogon dieser Theile.

5) Der Schlundkopf der Kopffüßler trögt am obern Ende zwei vertikalgegen einander bewegliche fchwarzbraune, hvrnartige Kiefer, die geschlossen einemPapageienschnabcl ähnlich sehen, nur daß die llnterkieferränder über die desOberkiefers hinwcgragen; zwischen beiden befindet sich ein fleischiger, länglicher,dem Boden d» Mundhöhle angewachsene Wulst, die Zunge, welche hinten mitHornplatten und Stacheln beseht, vorn aber weich und mit weichen Zottenversehen ist.

6) Mit diesen Zähnen der Krusteuthiere sind wohl die beiden vorn imMunde stehende» Oberkiefer (maniNdulae) gemeint, welche sich horizontal gegeneinander bewegen und innen mit harten, scharfen, oft gczähncltcn Rändern ver-sehen sind; zwischen ihnen liegt ein kurzer weicher, zuweilen zweitheiliger Fvrt-sah, den man als Unterlippe ansehen kann; dieser ist wohl mit der Zungegemeint; er fehlt aber manchen Krnstcnthieren.

lieber die Zunge der Schalthiere vgl. Am», s zu II, 17; ein solchesGebilde fehlt indeß vielen Schalthiere», z. B. den Muscheln ganz.