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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
Entstehung
Seite
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zeigt aber auch das Geschlecht der Vögel bezüglich des die Nahrungausnehmenden Theiles Verschiedenheiten. Da sie nämlich im Allge-meinen keineswegs die dem Munde znstchcnde Thätigkcit entwickeln(sie sind ja zahnlos) und weder etwas besitzen, womit sie die Nahrungzertheilen, noch womit sie dieselbe zermalmen, so zeigen einige anstattder Verrichtung des Mundes vor dem Magen de» sogenannten Kropfandere'dagegen eine erweiterte Speiseröhre ?), oder vorn am Mageneinen gewissen angcschwollenen Thcil desselben, in welchen sic vorläufigdie »»zerkleinerte Nahrung aufnehmen ^), oder eine entsprechende Ver-größerung des Magens selbst ^); wieder andere haben einen festen undfleischigen Magen damit er die noch unzermalmte Nahrung längereZeit aufzubcwahrcn und zu verdauen im Stande sei; durch die Kraftund die Wärme des Magens nämlich ersetzt die Natur die Mangel-haftigkeit des Mundes. Es gibt indeß einige unter ihnen, welchenichts von alle dem "), vielmehr einen langen Kropf besitzen, wie dielangbeinigen Sumpfvögel wegen der Feuchtigkeit ihrer Nahrung. DieUrsache davon ist aber die, daß die Nahrung aller dieser leicht zer-reiblich ist, so daß darum ihre Magen geschmeidig sind wegen dermangelnden Verdauung und wegen der Nahrung. Das Geschlecht

b) Sin Kropf eine sackartige Erweiterung des ober» TheilS der Speise-röhre vor de», Gabelbein (furcula), innen mit zahlreichen Schlcimdrüschen beseht findet sich besonders bei Tagraubvögeln, Hühnern, Tauben, einigen Passerinen,männlichen Trappen. Er dient zum vorläufigen Erweichen des FntterS.

Eine einfach erweiterte Speiseröhre findet sich z. B. bei den von Fischenlebenden Sumpf- und Schwimmvögeln.

Den sogenannten Vor- oder Drüsenmagen (pioventriculu«), der indeßden Vögeln ziemlich allgemein zukommt und bei einigen (z. B. Drocellarla) so-gar großer als der eigentliche (sogenannte Muskel- oder Knnmagen) ist. Er istinnen mit zahlreichen, den Magensaft absondernde» Drüsen beseht,d) Z. V. bei den Naubvögeln und andern Fleischfressern.

*0) Zumal bei den Körnerfresser» <z. B. Hühnern) sind die Magenwändesehr dick und muskulös, innen mit einem dicken Epitheliom anSgekleidet, welchesan zwei Stellen durch stärkere Verdickung zwei Wülste bildet, die bei dem gering-fügigen Lumen des Magens reibend gegen einander wirken können.

ii> Ist in der That bei einigen der Fall, z. B. bei Lrile», wo derDrüsenmagen'groß, der Muskelmagen klein, dünnhäutig und rauh ist; dagegenhat wieder lNeonl» und andere einen dickwandigen Muskelmagen und eine harte,hvrnartige AnSkleidnng desselben.