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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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nichts nutzen würden. Zugleich verwendet aber auch die Natur, dadie Nahrung stachlig ist, die Zunge aber fleischig sein muß, das Erdigevon den Zähnen zur Harte des Gaumens. Auch kauet ja das Kameelwieder, wie die Hörncrtragendcn, weil cs dieselbe Magenbildnng hat,wie die Hörnertragcnden. Von diesen hat aber ein jedes mehrereMagen, z. B. das Schaf, der Ochs, die Ziege, der Hirsch und dieübrigen Thiere der Art, damit, da der Mund wegen der lückenhaftenZähne sein Amt bezüglich der Verarbeitung des Futters nicht gehörigverwaltet, der eine Magen nach dem andern die Nahrung aufnehmeund zwar der eine die unverdaute, der zweite die schon mehr, derdritte die völlig verarbeitete, der letzte die breiartige. Darum habensolche Thiere mehrere Räume und Theile. Es werden diese Magenaber der Pansen, die Haube, das Buch und der Labmagen genannt.In welchem Verhältniß dieselben aber rücksichtlich der Größe und Ge-stalt zu einander stehen, das ist sowohl aus der Naturgeschichte derThiere ^), als aus der Anatomie zu ersehen. Aus derselben Ursache

b) Bgl. Iiist. an. II, >2. Der Magen der Wiederkäuer ist durch Ein-schnürungen in vier von einander verschieden gebildete Höhlen (Magen) gesondert.Der größte, am meisten nach links gelegen, entspricht dem Blindsack des Magensbeim Menschen; er ist innen mit harten, kegligen Warzen beseht. Er wirdals Pansen oder Wanst (rumen, inxluvie», xoiXicr, xotXloe)

bezeichnet. An ihn schließt sich rechts der zweite Magen (die Haube, Mühe,Nehmagen, retlculun,, »Hula, an; er ist klein, rundlich;

innen mit zu sechsseitigen Zellen znsammentretenden Falten versehe». Noch wei-ter rechts folgt der dritte Magen (Psalter, Buch, Blättermagen, Loser, omasus,er ist innen mit zahlreichen, hohen, ähnlich den Blättern eines Buchsübcreinanderliegenden Falten beseht. Endlich folgt noch mehr nach rechts dervierte größere, längliche, in den Dünndarm führende, dem Pförtnertheile desMenschenmagcnS entsprechende Magen (der Labmagen, Käse- oder Nahmmagen,abom»8U8, ?HDcvr^>ov); er besitzt innen eine fammtartig weiche, etwas längS-gefaltete Schleimhaut. Die Speiseröhre tritt in den Pansen ein, und sendetzugleich eine rinnenartige Falte (Schlundrinne) durch die Haube in den Psalter,welche sich durch Aneinanderschließen ihrer Ränder zu einer Röhre gestalten kann.Das Futter gelangt in den Pansen, wird von da bissenweise durch die Haubein den Mund zurückgestoßen, und nach dem Wiederkäuen durch die Schlund-rinne sogleich in den dritten Magen, von da in den Labmagen geführt, währenddas Getränk (und bei den Säuglingen die Milch) sofort durch die Schlundrinnein den Psalter gelangt.