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kanal. Aus welcher Ursache indcß ein jegliches Thier diese Theilebesitzt, das ist jedem einleuchtend. Denn sie müssen ja den hinein-gehenden Nahrungsstoff aufnehmen und den ausgesogeuen ausstoßen,und es darf keineswegs ein und dieselbe Räumlichkeit für die unge-kochte Nahrung und für die Ausscheidung bestimmt sein; Pr es mußauch ein Raum da sein, wo die Umwandlung vor sich geht; der eineTheil soll ja die hincingehende aufnchmen, der andere die unbrauch-baren Ercrcmcnte. Wie aber für jedes von beiden ein verschiedenesZeitmomcnt da ist, so müssen sie auch dem Raume nach gesondert sein.Doch hierüber ist zweckmäßiger in den Büchern über die Entwicklungs-geschichte 2) und Ernährung die Rede; über die Verschiedenheit desMagens und der zugehörigen Theile müssen wir aber jetzt handeln.Sie sind nämlich bei den Thiercn weder in der Größe noch in derGestalt einander gleich, vielmehr haben alle diejenigen, welche vonden lebendiggebärenden Blutführendcn ein vollständiges Gebiß besitzen,nur einen einzigen Magen, wie der Mensch, Hund, Löwe unddie übrigen Vielzehcr, sowie alle Einhufer, z. B. das Pferd, derMaulesel und Esel, und diejenigen, welche zwar zwei Hufe haben,aber doch ein vollständiges Gebiß besitzen, wie das Schwein, wenn sienicht etwa, wie das Kameel, der Körpergröße und der Eigenthümlich-keit der nicht leicht zu verdauenden, sondern stachligen und holzigenNahrung wegen, gerade wie die Hörnertragenden, mehrere besitzen ^).Die Hörnertragenden haben nämlich kein vollständiges Gebiß; darumgehört aber auch das Kameel, wenn gleich hörncrlos, doch nicht zudenen mit vollständigem Gebiß, weil es ihm nöthiger ist, einen sobeschaffenen Magen, als Vorderzähne zu besitzen. Da es also diesengerade so gebildet zeigt, wie die mit unvollständigem Gebisse Begabten,so verhalten sich bei ihm auch die Zähne ebenso ^), da sie ihm ja zu
2) Vgl. cks gen. nn. II, 6.
Der Magen des KameclS, das zu den Wiederkäuern gehört, ist vonden, der Wiederkäuer lvgl. untenstehende Anm. L> insofern abweichend gebildet,als der Panse» und die Haube viele eigenthumliche Zellen enthält, die sich auste»als Gruppen von blasigen Erhöhungen andeutcn, der Blättcrmagen sehr klein,fast faltenlos und der Labmagen völlig darmartig ist.
Das Kameel hat iudeß Eckzähne und im Oberkiefer fedcrseitS vor demEckzahn einen kleinen Schneidezahn.