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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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kochen der Hülsenfrüchte und der andern Früchte'^), weil sie zumgrößten Theile Erdiges sind, wenn das beigemischtc Flüssige hcraus-tritt; denn auch sie werden ganz hart und erdig. Von allen lebendenWesen hat aber der Mensch im Verhältniß zu seiner Größe das meisteHirn und von den Menschen die Männer mehr als die Weiber'^; dieGegend um das Herz und die Lungen ist bei ihnen ja auch am wärm-sten und blutreichsten. Darum ist von den lebenden Wesen auch derMensch allein aufrecht denn die Natur der Wärme bewirkt, indemsie sich äußert, eine Vermehrung von der Mitte nach ihrem eigenenZuge '5). Der großem Wärme nun liegt ein Mehr der Feuchtigkeitund Kälte gegenüber, und wegen der Wärmemenge erhärten auch dieKnochen am Kopfe, welche einige Bregma nennen, am spätesten, weil langeZeit hindurch die Wärme verdunstet. Bei den übrigen blutführendenWesen findet dieses nirgends statt ^). Auch hat der Mensch die meiste»Nähte am Kopse, und der Manu mehr als das Weib '?) aus demselbenGrunde, damit die Stelle gut ausdünsten könne und um so mehr, jegrößer das Hirn ist; denn zu feucht oder zu trocken geworden, würdees seine Function nicht verrichten, sondern entweder nicht abkühlcn oder

*2) Was nämlich der Erde angehdrt, wird durch die Wärme fest (vgl- oben II,2.). Man muß hier nicht etwa mit FranhiuS denken, Arist. habe sagen wollen,daß Hülsenfrüchte sich in kalkhaltigem Wasser nicht weich kochen lasten; sie wer-den darin ja nicht hart, sonder» jedenfalls weicher als zuvor. Das Hirnwird aber durch Kochen fester, weil dadurch das in demselben befindliche Ei-weiß (es enthält beim Menschen 7 Eiweiß, 5 Fett, 8(1 Wasser» gerinnt.

^1 Das menschliche Hirn wiegt beim Manne zwischen 2280 Jahren imMittel etwa 3 Pfund >8 22 Loth, beim Weibe 3 Pfund Iv16 Loth; beim»eugebornen Knaben 2628 Loth, beim Mädchen 2224 Loth.

('>) Die Vögel nennt Arist. (weiter unten IV, lll.) nicht aufrecht, sondernzwergartig.

15) Da nämlich die Wärme nach oben strebt.

bezeichnet (b- an- I, 7.) den vorder» Thcil des behaar-ten Schädels. Hier ist also von der großen Fontanelle (dem Vontlculuo gun-ür-uignlarls) die Rede, welche beim Kindcrschädel eine weiche, pnlsirende Stelle be-merken läßt und sich meist im 2. 3. Lebensjahre durch Verknöcherung schließt.(Vgl. auch äo gen. -UI. II, 6.). Bei den Thiercn schließt sich diese Stelle sehrfrüh und meist schon vor der Geburt.

^ Der Menschcnschädel hat nicht mehr Nähte, als der der Thicrc, beiden Thiercn verschwinden sie nur meist sehr früh und fehlen dann freilich vftganz; und beim Weibe sind die Nähte gerade so wie beim Manne,