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und Reinheit desselben (das Erdige hat nämlich keine von diesenbeiden Eigenschaften). Denn eine lebhaftere Empfindung haben die-jenigen, welche eine dünnere und reinere Flüssigkeit besitzen. Daherhaben auch manche Blutlose eine höher entwickelte geistige Thätigkeit,als manche Blutsührcnde, wie dieß bereits oben bemerkt wurde ^),z. B. die Biene, das Geschlecht der Ameisen und was es sonst derarti-ges gibt. Furchtsamer find jedoch die mit ausnehmend wäßrigem Blute.Denn die Furcht macht kalt; es werden aber diejenigen, welche einesolche Mischung im Herzen haben, zu diesem Zustande geneigt; denndas Wasser wird durch Kälte scst. Darum sind auch die andern, dieBlutlosen, furchtsamer als die Blutführcndcn, um es kurz zu sagen,und werden, in Schreck gesetzt, unbeweglich, geben die Ausscheidungenvon sich und manche von ihnen wechseln die Farben ^). Diejenigenjedoch, welche von Natur ausnehmend viele und feste Fasern haben,sind von Natur erdartiger, dem Charakter nach heftiger und erregbardurch den Zorn. Denn der Zorn macht warm, das Feste aber, einmalerwävmt, erwärmt auch mehr als das Flüssige; die Fasern sind aberetwas Festes und Erdiges, so daß gleichsam heiße Dämpfe im Bluteentstehen und Nufbrausen im Gemüthe bewirken. Daher sind Stiereund Eber zornig und aufgeregt, dcun das Blut derselben ist das sascr-reichste, und das des Stieres gerinnt am schnellsten von allen^). Sindnun aber diese Fasern herausgcuommen, so gerinnt das Blut nichtmehr, denn wie wenn Jemand aus dem Schlamme das Erdige heraus-nimmt, das Wasser nicht mehr gerinnt, so auch das Blut; die Fasernbilden ja das Erdige. Sind sie aber nicht herausgenommcn, so ge-rinnt es, wie feuchte Erde, durch die Kälte. Denn wenn die Wärmedurch die Kälte vertrieben ist, verschwindet das Feuchte, wie früher
0) Vgl. oben II, 2.
») Vgl. II, 2.
5) Die blutlosen Thiere, welche aus Furcht ihre Farbe verändern, sind dieKopffüßler (vgl. unten IV, S.). I» der Haut (und zwar in, corium) dieserThiere liegen nämlich contractile Zellen (Farbenzellen, Chromatophoren), welcheverschieden gefärbte Pigmentkörnchen, doch so enthalten, daß jede Zelle nur gleich-farbige umschließt. Indem nun abwechselnd allemal gleichfarbige Zellengruppc»sich ansdehnen, entsteht der Farbenwechscl.
0) Vgl. I>l8t. an. III, 14. 2.