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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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wie ja auch keine'andre Ausscheidung. Keineswegs verhält sich dieNahrung wie Fleisch; denn dieses bewirkt bei der Berührung eineEmpfindung. Das Blut hat nämlich mit diesem weder Zusammen-hang noch Gemeinschaft, sondern es ist eben in dem Herzen und inden Adern wie in einem Gefäße ansbcwahrt. Ucber die Art nnd Weiseaber, wie die Theile aus ihm ihr Wachsthum erhalten so wie über dieNahrung überhaupt ist es zweckmäßiger, in den Büchern über die Ent-wicklungsgeschichte und an andern Orten zu handeln. Für jetzt sei nursoviel gesagt (denn soviel ist ersprießlich), daß das Blut der Ernährungwegen nnd zwar der Ernährung der Theile wegen da ist.

Viertes Kapitel.

Die sogenannten Fasern') hat einiges Blut, anderes wie dasder Hirsche und Rehe ^) aber nicht. Darum gerinnt auch solches Blutnicht; ein Theil des Blutes bleibt nämlich, auch kälter geworden, wäßrigund gerinnt daher nicht, ein andrer erdiger dagegen gerinnt, das Flüssigeausscheidend; die Fasern sind aber etwas Erdiges. Es trifft sich auch,daß einige von diesen eine größere Feinheit des Denkens zeigen, nichtwegen der Kälte des Blutes, sondern vielmehr wegen der Dünnheit

b Vgl. Iiist. an. III, L. und 14. 2. Unter InLA sind die gelblich-weißen, elastischen, saftigen Massen (Fibrin, Faserstoff) zu verstehen, welche sichin dem aus dem Körper entfernten Blute nach einiger Zeit, zumal dann,wenn das Blut mit Reisern :c. geschlagen wird, ausscheiden. Das Gerinnendes Faserstoffs aus dem flüssigen Bestandtheile des Blutes (dem Plasma, dennaußer diesem flüssigen enthält das Blut auch einen nicht flüssigen Theil, dieBlutkügelchei» und sein Umschließen der Blutkügclchen, worauf ein allmählichesAuspressen des Blutwassers (Serum) erfolgt, bildet den sogenannten Blutkuchen,das Blutgerinnsel.

2) Vgl. I>i8t. an. III, 6. und III, 14-, wo außer dem Hirsch und Reh(Cerrns elaxliua und caxrevlus I,.) auch der Bubalis (vielleicht Lntilvpe gnu I,.)als hiehergehörend aufgeführt wird. ES ist hier deutlicher, ausgesprochen, daßdas Blut dieser Thiere allerdings gerinne, aber in andrer Weise, etwa wie dieMilch, wenn man nichts Gerinnenmachendes (etwa Lab) hineingethan hätte; esgerinne zu einer gleichmäßigen, weichen Masse. Daß übrigens das Blut allerWirbelthiere Faserstoff, wenn auch in verschiedenen Quantitäten enthält, verstehtsich von selbst.

Aristoteles, LH. d. Thiere.

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