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erörtert wurde, und wird fest, nicht aber von der Wärme, sondern vonder Kälte getrocknet. In den Körpern ist es indeß flüssig, wegen derWärme in den Thicren. Die Natur des Blutes ist aber selbstredendvon vielem die Ursache, sowohl vom Naturell der Thicre als von derEmpfindung. Es ist nämlich Stoff des gesammtcn Körpers; denn dieNahrung ist Stoff, das Blut aber ist die vollendetste Nahrung. Viel-fachen Unterschied bewirkt es also, daß das Blut sowohl warm als kalt,sowohl dünn als dick, sowohl unrein als rein ist. Serum aber ist dasWäßrige des Blutes, insofern dieses noch nicht gekocht oder insofern esverdorben ist; so daß es in einem Falle aus Nothwendigkeit, im anderndes Blutes wegen Serum ist?).
Fünftes Kapitel.
Schmalz und Talg ') unterscheiden sich von einander nach derVerschiedenheit des Blutes. Denn jedes von ihnen ist Blut, das durchgute Ernährung gekocht, aber nicht zu dem fleischigen Theile der Thicreverwendet wurde, doch leicht gekocht und zur Ernährung verwendet
?) WoS Arist. im erster» Sinne nntcr versteht, ist nicht wohl ein-
znsehen. Der Zusatz, daß er in einem Falle des BlnteK wegen sei,
deutet darauf hin, daß er darunter die Flüssigkeit versteht, welche seiner ver-kehrten Meinung »ach in den Gekrösadern und im Herze» erst zu Blut werdensollte — also eine Ahnung vom ChyluS. — In, zweiten Sinne meint er dasBlutwasser selbst. Dieß geht aus Inst. an. III, >4. ü., wo er den mit
der ausgeschiedenen Molke, und besonders dleteoiol. IV, 7., wo er das Blutge-'rinnen mit dem Käsemachen vergleicht, zur Evidenz hervor. UebrigenS bezeichnetvielerlei Flüssigkeiten, vom Wundsekrct (ck. Lelsus -le weil. V, 28. 20.,wo nach griechischen Vorbildern das Wundsekret als und
rXoktlöökA unterschieden wird) bis hinauf zu jenem ätherischen Safte, der dieAdern durchrinut der unsterblichen Götter (Ilias. V, 339. 340.)
1) wl/teXij bezeichnet nach Iiist. an. III, 13. die weichen Fette, z. B. desSchweines, also Schmalz, <7rx«(> die harten, bröcklichen, z. B. des Rind-viehs, also Talg, während die Griechen sonst nicht so genau unterschieden zuhaben scheinen. PliniuS gebraucht für TlljlkX?/ aä-xs, für c77L0ls) sevum(Inst. nat. XXVII, 38.: lsuav ratlo arllpis, eaclem in Ins, gnae rnnnnant,
»evuni est).
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