Druckschrift 
7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
Entstehung
Seite
25
Einzelbild herunterladen
 

Nahrungsstoff, als es aufnimmt, bestehen. Daß also die Eingeweideder Form nach zu den blutführcnden Theilen gehören, ist nachgewiescn,ebenso, weßhalb sie einerseits gleichartig, andrerseits ungleichartig find.

Zweites Kapitel.

Von den gleichartigen Theilen der Thiere sind einige weich undfeucht, andere trocken und fest '); feucht aber entweder unter allenIlmständen, oder so lange sie sich im naturgemäßen Zustande befinden,wie Blut, Lymphe, Schmalz, Talg, Mark, Same, Galle, Milchda, wo sie vorkommt, Fleisch und das diesen Analoge. Nicht alleThiere haben nämlich diese Thcile, sondern einige haben das diesenAnaloge. Andere gleichartige Theile aber sind trocken und fest, wieKnochen, Gräten, Sehnen, Adern. Ja auch bei der Zerlegung dergleichartigen Theile zeigt sich Verschiedenheit. Denn es findet sich,daß bei einigen der Theil dem Ganzen gleichnamig ist, wie ein StückAder der ganzen Ader; bei andern aber sind sie nicht gleichnamig,wie ja auch nimmer ein Theil des Gesichtes Gesicht heißt ^). Zunächstnun gibt es mancherlei Ursachen für die feuchten und trockenen Theile.Denn einige bilden gleichsam den Stoff für die ungleichartigen Theile(ein jeder verrichtende Theil besteht nämlich aus ihnen, aus Knochen,Sehnen, Muskeln und andern dergleichen, welche sich theils zu derForm, theils zu der Verrichtung vereinigen); andere dienen diesen zurNahrung und sind feucht (denn alles erhält sein Wachsthum aus demFeuchten); bei noch andern findet sich's, daß sie Ausscheidungen vonjenen sind, wie der Auswurf aus dem festen Nahruugsstoff und deraus dem flüssigen bei denen, welche eine Blase besitzen. Bei einigenfinden auch der Qualität nach Unterschiede statt, vornehmlich zwischenBlut und Blut. Denn das eine ist dünner, das andere dicker, daSeine reiner, das andere minder rein, ferner das eine kälter, dasandere wärmer sowohl bei den verschiedenen Theilen eines und desselben

*) Vgl. lii'rtt. rui. !, I. 5.

2) äXXa 7i(>ocrwiiov Tigoerwirou örtA«zi<ii§ dieß darf mannicht etwa als ein Beispiel snr den zweiten Fall anffassen, denn das Gesichtgehört z» den anoft 0 t 0 fik(>ff.