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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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das hiemit Zusammenhängende, indem wir folgendermaßen den An-fang machen.

Fünftes Kapitel.

Von den Wesen, die von Natur bestehen, sind einige unerzeugtund unvergänglich durch alle Zeiten, andere haben Theil am Ent-stehen und Vergehen. Es sind uns aber von jenen erhabenen undgöttlichen Wesen nur niedere Vorstellungen vergönnt (denn cs gibt imGanzen nur wenig sinnfällige Erscheinungen, aus denen man über sicund über das, was wir von ihnen wissen möchten, Forschungen an-stelle» könnte); über die vergänglichen Dinge hingegen, über Pflanzenund Thiere besitzen wir, weil wir mit ihnen aufwachsen, einen größer»Vorrath von Kenntnissen. Denn viele Eigenthümlichkeiten eines jedenGeschlechts würde man entdecken, wenn man sich nur hinlänglicheMühe geben wollte. Es hat indeß beides sein Angenehmes. Dennwenn wir jene auch nur in geringerem Grade erfassen, so sind siedafür durch die Erhabenheit der Erkcnntniß angenehmer, als alleDinge um unS her, wie es ja auch süßer ist, von dem Gegenständeunserer Liebe den ersten besten, wenn auch noch so winzigen Theil miteinem Blicke zu erhaschen, als vieles andere, wenn auch noch soMassenhafte mit aller Schärfe zu sehen; diese jedoch gewinnen durchtiefere und umfassendere Erkcnntniß den Vorzug der Wissenschaft undgleichen sich zudem dadurch, daß sie uns näher stehen und unsererNatur verwandter sind, mit der Wissenschaft von den göttlichen Dingenaus. Da wir aber über jene bereits unsere Ansichten dargclegt haben '),so bleibt uns noch übrig, von der thierischen Natur zu reden, und,so weit es in unserer Macht steht, nichts zu vergessen, sei es niedereroder höherer Art. Denn auch in dem, was den Sinnen nicht schmei-chelt, bietet gleichwohl die schaffende Natur denen, welche die Ursachenzu erkennen vermögen, wie den Philosophen von Fach unaussprechlicheVergnügungen dar. Denn cs wäre ja widersinnig und seltsam, wennwir, die wir schon beim Anblicke bloßer Nachbildungen derselben unsfreuen, indem wir die schaffende Kunst, wie die des Malers und Bild-

Vgl. ilc coelo und Lletcorol. I.