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7 (1893) Vier Bücher über die Teile der Tiere, Naturgeschichte der Tiere
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Händen sein, die aber nimmer aus einer Eintheilung fließen. Alleines geht auch nicht an, daß mehre Merkmale desselben Gegenstandesunter eine Dichotomie kommen, diese kann vielmehr immer nur inein einziges auslaufen. Daher ist es auch unmöglich, die Arten derThierc durch Dichotomie zu definiren °).

Viertes Kapitel.

Es möchte sich indeß jemand darüber wundern, daß die Men-schen nicht von Alters her eine einzige Gattung gegründet und miteinem Namen bezeichnet hätten, welche die Wasserthiere und die Ge-flügelten umfaßte. Denn sie haben wirklich, wie alle übrigen Thiere,einige Eigenthümlichkciten unter einander gemein '). Allein gleich-wohl wird in dieser Weise richtig gesondert. Man hat nämlich die-jenigen Geschlechter, welche sich durch Uebergewicht und durch ein Mehroder Weniger unterscheiden, zu einer einzigen Gruppe verbunden, die-jenigen hingegen gesondert, welche bloß Analoges haben. Ich meinenämlich, daß sich der Vogel vom Vogel durch das Mehr oder durchein Uebergewicht unterscheidet (denn einer hat lange, ein anderer kurzeFedern), der Fisch aber vom Vogel durch Analoges (was nämlich demeinen die Feder, das ist dem andern die Schuppe). Dieß ist indeßnicht bei allen so leicht gemacht; denn gar viele Thiere haben ein und

6) Die Dichotomie oder, wie man sie jetzt in der Reget nennt, die analy-tische Methode des zweizeiligen Gegensatzes, welche Arist. hier zu verwerfen sichbemüht, ist zur Bestimmung der Naturkörper, d. h. zur Auffindung deswissenschaftlichen Namens für ein dem Bestimmer noch unbekanntes Naturwesenund somit zur Ermöglichung einer weitern Belehrung eine äußerst praktische undkeineswegs zu verwerfende Methode, weßhalb sie auch, namentlich in neuererZeit (seit Lamarck-Decandolle und Dumeril) vielfach und mit gutem Erfolge inAnwendung gebracht wird. Zu einer Definition und vollkommenen BegriffS-bilbung führt sie freilich, wenigstens in der Regel, nicht. Das soll sie ja aberauch nicht. Gleichwohl ist dieß der Grund, weßhalb Arist. sie verwirft, undin so weit hat er vollkommen Recht.

i) Diesen allerdings befremdenden Gedanken spricht Arist. auch in derSchrift a<- anim. incesn. c. XVII. aus und führt die Aehnlichkeiten nament-lich auf.