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Merkmale gesondert, nicht durch Dichotomie. Denn durch diese ist inder That das Ganze nicht zu bestimmen (dabei kommt nämlich dasselbeThier unter mehre Abteilungen und ganz entgegengesetzte in eine unddieselbe) oder cs müßte nur ein einziges Merkmal geben, welches ent-weder für sich oder in Verbindung die letzte Art bildete. Wofern manweiterhin nicht allemal den Unterschied vom Unterschiede nimmt, sowäre es nöthig, das Getrennte in der Weise zusammenhängend zumachen, wie man auch die Rede durch Verbindungspartikeln zu einemGanzen macht. Ich meine nämlich, wie cs denen ergeht, welche erstdas Flügellose vom Geflügelten scheiden, dann bei dem Geflügeltendas Zahme und Wilde oder das Weiße und Schwarze. Denn wederdas Wilde noch das Weiße sind Unterschiede des Geflügelten, sondernvöllig fremdartige Eintheilungsprinzipe, für dieses aber etwas Acciden-telles. Aus diesem Grunde muß man, wie gesagt, das Eine sogleichnach vielen Merkmalen unterscheiden; denn alsdann liefert auch derMangel Merkmale, was bei der Dichotomie niemals der Fall ist.Daß es aber durch Dichotomie des Geschlechtes nicht gelingt, eineeinzelne Art zu finden, wie dieß Manche wähnten, ist auch aus Fol-gendem klar. Es ist nämlich unmöglich, daß einer jeden Nbtheilungnur ein einziges Merkmal zukomme, mag man es einfach nehmen oderverbunden. Einfach aber nenne ich es, wenn cs keinen Unterschiedzeigt, z. B. die Spaltsüßigkcit; verbunden aber, wenn es deren zeigt,wie die Vielfüßigkeit in Bezug auf die Spaltsüßigkcit. Denn es be-zweckt ja das Zusammenreihen der Merkmale vom Geschlecht herabdurch die Theilung hindurch, daß cs ein einheitliches Ganze darstelle.Allein dem Wortlaute gemäß will es scheinen, daß das letzte alleinein Merkmal sei, wie etwa das Vielspaltige oder Zweifüßige; dasBefußtsein oder Vielfüßigsein aber überflüssig. Daß aber unmöglichmehre derartige herauskommen können, ist klar, denn bei beständigemFortschreiten wird man zu einem einzigen letzten Merkmal kommen,nicht aber zu dem schließlichen und zu der Art. Diese bildet aberentweder die Spaltsüßigkcit allein oder die ganze Reihefolge, wennman, um den Menschen zu bestimmen, die Merkmale: befußt, zwei-füßig, spaltsüßig znsammenreihte. Wäre nun der Mensch nichts weiterals spaltsüßig, so wäre dieß sein einziges Merkmal. Da dieses nunaber nicht der Fall ist, so müssen nothwendig mehre Merkmale vor-