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verstehen, und wo nicht von der ganzen Seele, so doch von demTheile derselben , durch welchen das Thier so und so ist, und wasdie Seele ist oder eben dieser Theil und was ihr einer solchen Wesen-heit gemäß zukommt; zumal doch die Natur in zweifachem Sinne istund aufgefaßt wird einmal als Stoff, zum andern als Gestaltungund dieses selbst wieder sowohl als Bewegendes, wie als Ziel. Insolcher Weise besitzt sonach das Thier entweder die ganze Seele odereinen Theil von ihr. Darum wird also auch der Naturforscher mehrvon der Seele sprechen müssen, als vom Stoff, da ja mehr der Stoffdurch jene ein Naturwesen ist, als umgekehrt. Auch das Holz ist jaBettstelle und Dreifuß nur, weil eine Kraft es dazu bildete. — Eskönnte nun einer aus das eben Gesagte hin fragen, ob es der Natur-wissenschaft zustche, von der ganzen Seele zu reden, oder nur voneiner gewissen. Denn wenn von der ganzen, so bliebe ja außer derNaturwissenschaft keine andere Philosophie übrig. Die Erkenntnißgeht ja auf die erkennbaren Dinge, so daß dann die Naturwissenschaftalles umfaßte. Es kommt nämlich einer und derselben Wissenschaftzu, über die Erkenntniß und das Erkennbare zu philosophircn, weilsie in Wechselwirkung stehen, und es ist die Wissenschaft, welche sichmit wechselwirkenden Dingen, z. B. mit Empfindung und Empfind-barem abgibt, allemal eine und dieselbe. Oder es ist nicht die ganzeSeele der Quell der Bewegung, noch alle ihre Theile, sondern dereine von ihnen ist der Quell des Wachsthums, nämlich der, welchersich auch in den Pflanzen vorfindet; ein anderer ist Quell der Stim-mungen, nämlich der empfindende Theil; Quell der Bewegung istwieder ein andrer, und keinesweges der denkende Theil. Denn dieBewegung findet sich auch bei den Thieren, bei keinem aber dasDenken. Es ist sonach klar, daß nicht von der ganzen Seele zu redenist; denn nicht die ganze Seele ist Natur, sondern irgend ein einzelner
Arist. unterscheidet vier Theile der Seele, indem ihm Leben und Beseelt,sein identisch ist, nämlich die A^kTrrrx?; (die ernährende Seele), die
chD/t) (die empfindende Seele); die siw/tj Xtv^T-tX?;' (die
bewegende) und die ötKvo^'r'tXtj (die denkende Seele); vgl. besonder»
cko Llllmn II, 2. — AehnlicheS wie unsre Stelle bringt Äe »n. I, I.d) Vgl. vli^s. I, l.