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welche die erste und welche die zweite Stelle einnimmt. Es scheintaber diejenige die erste, welche wir die des Zweckes nennen, denn dieseist Begriff; der Begriff ist aber der Hebel gleichmäßig in den Kunst-wie Naturgebilden. Wenn, sei es durch Nachdenken oder Beobachten,der Arzt die Gesundheit, der Baumeister das Haus bestimmt hat, dannkennen sie auch die Gründe und Ursachen von jedem, was sie machen,und warum es gerade so zu machen ist. Mehr aber noch herrschtZweckmäßigkeit und Vollendung in den Werken der Natur, als indenen der Kunst. Keineswegs aber beherrscht die Nothwendigkeit, auswelche fast Alle die Begriffe zurückzuführen versuchen, ohne zu unter-scheiden, in wie vielerlei Weise die Nothwendigkeit aufzufassen sei,alles, was von Natur ist, in gleicher Weise. Es beherrscht aber dieunbedingte Nothwendigkeit nur das Ewige, die bedingte jedoch allesEntstehende, wie die Werke der Kunst, z. B. ein Haus oder anderesder Art. Die Nothwendigkeit fordert nämlich einen so beschaffenenStoff, wenn ein Haus oder ein andres Werk entstehen soll, und ent-stehen und bewegt werden muß erst dieses, dann jenes und auch indieser Weise hintereinander, bis das Ziel und Ende erreicht ist, umdessentwillen jedes ist und geschieht. Aehnlich verhält es sich auchmit allem, was von der Natur erzeugt wird. Allein die Art derBeweisführung und der Nothwendigkeit ist in den Naturwissenschafteneine andere, als in der Philosophie. Hievon ist indeß bereits anders-wo 2) die Rede gewesen. Der Ausgang jener nämlich ist das Seiende,dieser das Werdende. Weil nämlich die Gesundheit oder der Menschso beschaffen ist,-so muß auch dieses sein oder geschehen sein, nichtaber weil dieses ist oder geschehen ist, ist oder wird auch mit Noth-wendigkeit dieses. Auch läßt sich die Nothwendigkeit eines solchenBeweises nicht für immer darthun, daß man sage, dieses sei, weiljenes ist; doch auch davon ist bereits anderwärts die Rede gewesen,sowohl wo dieses angeht, als wo nicht und aus welchem Grunde. —Auch darf es nicht ungeprüft bleiben, ob es besser sei, wie unsre Vor-gänger die Untersuchung anstellten, zu fragen, wie ein jegliches zuentstehen pflegt oder vielmehr, wie es ist. Denn nicht um ein Geringes
2) Vgl. vli^L. II, 9.
Vgl. lle grn. «t conuxt. II, II.; Uetsxk. IV, 2.
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