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2 (1844) Ober-Aegypten
Entstehung
Seite
339
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Aber wie Vielen von uns gebt es in dieser Hinsichtnicht besser, welche die Sklaverei der Noth, oderunsrer politischen Gesetze, zum gleichen Loose derVerbannung aus dem Vaterlande, oft unter noch vieldrückenderen und schmerzlicheren, moralischen Ver-hältnissen, verdammt! Man halte sich nicht zu sehran Worte, sondern nur an die Sache, und man wirdnicht selten richtiger und milder über fremde Sittenurtheilen lernen. Uebrigens liegt in dem Vcrhältnißdes Sclaven zu seinem Herrn hier wirklich mehrPoesie für beide Thcile, als es unsre modernen, oftsehr prosaischen Weltverbesserer recht inne zu werdenim Stande sind, denen meistens nur die Idee ver-mehrter Industrie durch freie Sclavcnarbeit vor-schwebt: Ich sage freie Sclavcnarbeit, weil unserIndustrieland an vielen Orten Europas die Leidender Sclaverei vollkommen aufwiegt, fa sie oft nochübertrifft, und eben so demoralisirend wirkt. Ichbin dem ohngeachtet weit entfernt davon, der Skla-verei das Wort reden zu wollen, ich meine nur,daß der Orient in der Bildungöpcriodc, worin ersteht, und bei seinen von den unfern so ganz abwei-chenden Verhältnissen auch hinsichtlich der dort beste-

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