Druckschrift 
2 (1844) Ober-Aegypten
Entstehung
Seite
309
Einzelbild herunterladen
 

309

irische dicht am Wasser sitzen, und als des unter-irdischen Heiligthums treue Wächter hier schon überdreitausend Jahre lang unvcrrückt harren und sichdas Spiel der Wellen beschauen ergreift vielleichtmanche Einbildungskraft noch gewaltiger, als dieSäulen- und Obeliskenwälder Thebens. Hinsichtlichdes hohen Standpunktes der Kunst behaupten sichbeide Werke fast auf gleicher Stufe, denn wenig inTheben kann die edle Form, die Vollendung derArbeit, den erhabnen Ausdruck dieser Ricscnftatuenübertreffen, welche alle vier, sich völlig gleich, desgroßen Rhamses Heldenbild darstellen, und in deneben so schönen als charakteristisch feinen Zügenuntrügliche Portraitähnlichkeit vcrrathcn. Nur einederselben ist durch ein hcrabgeflürztcs Felsenstück zumThcil zertrümmert worden, die übrigen blieben fastganz unversehrt. Von dem Koloß rechter Hand hatBclzoni das Antlitz abgegypst, und hätte wohl soviel Rücksicht für das Kunstwerk nehmen sollen, umdie Spuren dieser Operation wieder abwaschcn zulassen, da die Statue von rothbrauner Steinfarbedurch ihr weiß angetünchtes Gesicht setzt wie zu