Druckschrift 
2 (1844) Ober-Aegypten
Entstehung
Seite
308
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Nicht ohne gespannte Neugierde nahten wir denalten Denkmälern von Ipsambul, oder eigentlicherAbu-Simbel. Seit Burkhardt diese erhabensten allerFelsentempel in Afrika aufgefunden, und Belzonimit unermüdlicher Geduld sie geöffnet, wobei erWochen lang zubrachte, um das Niescnthor desgrößten nur zur Hälfte vom Sande zu befreien,in welchem Zustande es auch noch jetzt ist, setzendie beharrlichsten der Touristen ihre ägyptische Ex-pedition häufig bis hierher, und auch wohl bis zuden nicht mehr weit entfernten Katarakten vonOuadi-Halfa fort, aber darüber hinaus dringt seltner-em Fremder. Ipsambul ist daher schon eben sohäufig mit dem Crayon gezeichnet, als mit derFeder beschrieben worden; doch wird Beides immerweit hinter der Wirklichkeit Zurückbleiben.

Die Wirkung der gegen siebenzig Fuß hohenvier Kolossen an der Facadd des größten Tempels,die in majestätisch heitrer Ruhe, die Hände behaglichauf die Kniee gelegt, in ihrer 100 Fuß hohen, 115Fuß breiten und 24 Fuß tiefen, geglätteten Felsen-