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2 (1844) Ober-Aegypten
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uns hertanzte ein wunderlicher, und mich dochgar nicht störender Contrast. Lange zwischen denHäusern in engen Durchgängen und im Schattender Palläste umherirrcnd, bald den rechten Fuß aufdie Vorzeit, bald den linken auf die Gegenwartsetzend, traten wir endlich unerwartet von innen durchdas Pylonenthor des Eingangs hinaus, und befan-den uns Plötzlich im hellsten Scheine des Vollmondesgrade zwischen den verstümmelten Rhamseskolofsen,und sahen uns rechts zur Seite den schönsten allerObelisken, dem die Franzosen seinen Gefährtenraubten, so schwarz und schlank gen Himmel auf-schießcn, als scy er ein Pfeil, der sich eben anschicke,von der Erde nach dem Monde zu fliegen. Dieserüberraschende Anblick, alle Maaße der uns umgeben-den Gegenstände noch durch den Dämmerscheinnächtlicher Beleuchtung fast verdoppelt, gehörte zudenen, die sich dem Gedächtnisse für immer einprägcn.

Am andern Morgen begannen wir an demsel-ben Fleck eine mehr systematische Besichtigung.

Die erste Betrachtung die sich mir aufdrängtc,war die, freilich nichts weniger als neue: wie vielbesser die Aegypticr die Architektur verstanden haben