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2 (1844) Ober-Aegypten
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geachtet länger dauern werden als die Pyramiden?Es ist wohl möglich, und ich will es keineswegsbestreiten, aber vieler neuen Auflagen in jedemSinn wird es noch bis dahin bedürfen. Doch ichkehre zu meiner Beschreibung zurück.

Eins der ansehnlichsten modernen Dörfer Aegyp-tens steht auf und in den Tempelgcbäudcn von Luror,dessen Säulen man dort zum Theil bis an dieKnäufe, reihenweis vom Sande verschüttet sieht.Auch der Nil, an dessen Ufern einst der Pallast un-mittelbar stand, wie die Reste eines massiven Quai'snoch bezeugen, hat seinen Lauf, wie unwillig überdie neue Bettclnachbarschaft, einige hundert Schritteweiter davon ab genommen.

Als ein Vorspiel gestattete ich mir mit demDoktor zuerst eine allgemeine Mondscheinpromenadeim kolossalsten Theile der Ruinen, unter dem Säu-lengang des mittleren Hofes beginnend, dessen Säu-len, obgleich voll zur Hälfte verschüttet, in dieserHöhe noch an dreißig Fuß im Umfang messen! Esdiente uns bei diesem Spaziergang eine schwarzeAlmeh als Führerin, die, zuweilen ihr Tamburinanschlagend, gedankenlos unter den Trümmern vor