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ägyptischer Kunst. Er ist nur von mittlerer Größe,aber welch ein Unterschied mit der schon dem Verfallgänzlich angehörigen Nachahmungsweise zu Dendcrah!und wie irre geführt würde der seyn, welcher, nichtweiter gekommen, nach jenem Monument bereits einUrtheil über ägyptische Architektur und Kunst fällenwollte. Es ist ziemlich dasselbe Verhältnis; zwischenbeiden, wie zwischen den gothischcn Kirchen, die heutenoch kümmerlich bei uns entstehen, und denen, dieim Mittelalter aus kräftig lebendigem Saamcn orga-nisch cmporwuchsen. Die schöpferische Kraft in edlerRuhe, die klassische Gediegenheit vom Höchsten biszum Geringsten bei allem Flug der Phantasie; diekeine Schwierigkeit mehr kennende Sicherheit derTechnik, deren Vollendung Jeden, der Sinn undLiebe für die Kunst besitzt, mit einer wahrhaft wohl-thucnden Befriedigung erfüllt, sprechen sich in The-bens Kunstwerken so deutlich aus wie im Parthenon,wenn gleich in ganz anderer, in jeder Hinsicht kolos-salerer Form, auf ganz andrem Boden und unter ganzverschicdnen Einflüssen entsprossen. — Denn sehrrichtig sagt Prokcsch: „Griechische und AegyptischeKunst stehen nicht unter-, noch über-, sondern neben-