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einer Gruppe Palmen ans Land zn steigen. EineViertelstunde vor uns im Westen sehen wir übergrün besaatete Felder hinweg, den steilen Abhangdes kahlen lpbischcn Gebirges, der ägyptischen Aphro-dite Hathor geweiht, die an seinem Fuß alle Mor-gen in Gestalt einer weidenden Kuh hier die Sonneempfing. Braunrothe Felscnwändc steigen senkrechtin die Hohe, der Grund unter ihnen aber ist weit-hin durchwühlt und ein Völkchen Troglodytcn wohntjetzt in den alten Gräbern, deren Ocssnungcn wieschwarze Flecken über dem weißen Sande hingestrcutsind — denn cs ist Thebens an zwei Stunden sichausdchnendc Nekropolis, die wir hier vor uns haben.Die Todtcn grüßen uns zuerst aus der unterirdischenNacht, bevor wir im Licht der ewigen Sonne ihreunsterblichen Werke schauen. —
Längs der schweigenden Gräbcrstadt in südli-cher Richtung wcitcrrcitend zeigt sich uns bald, vonden Resten eines koptischen Dorfes und seinen schnul-zigen Mauern aus ungebrannten Erdziegeln umge-ben, der erste antike Tempel, dem Ammon geweiht,von des großen Rhamscs Vater begonnen, und vonseinem Sohne vollendet in der letzten Blüthenzeit
Mehemed Alis Reich. II. 10