Anmerkungen.
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verdammen. „Heloten sollen sie bleiben", schrieb der sarkastische Fallmerayer (Mo-natsblätter zur Ergänzung der A. A. Ztg. April 1845), „und all ihr Streben, Machtund Bedeutung zu erlangen und genial zu sein, wird in Deutschland als Vermessenheitbetrachtet, ja als Frevel und Ausrnhr gegen die natürliche Wcltordnung in den Banngethan. Komme Einer in Deutschland und wage es dieser als Wesen geringerer Artproscribirten Slaven-Race das Wort zu reden: er wird bald erkennen, daß es klügersei, Zorn Leidenschaft und Ungerechtigkeit des Heimatlandes zu thcilen, als Frieden undBilligkeit zu predigen, von denen niemand etwas hören will." Daß übrigens der ge-bildete Franzose über jene Unsitte der Deutschen kein anderes Urtheil fällt als der ge-lehrte Fallmerayer, beweist ein Ausspruch Saint Rene Taillandier's, den wir imHenrigen Jännerheft der ^Uevns äs äsnx Llonclss" fanden. Die Stelle ist gegen Ranke(Serbische.Revolution, Hamburg 1829) gerichtet und lautet: „O'est un oi-Ausil xroxrsü I'LIIema^iie, surtont ü 1'LIIemn^ns znmssisiins, äe eroirs ä sn prssmineneomorale sur Iss rness 6trnnAsi'S8, et SSt orANöil xrsiiti NN oaraetere pnrtienliergnanci II s'LAit clss 8Iavss. kartout on Is Oermain est SN eontnet avse le 8Invs,le Llavs, ckissnt-IIs, rtoit 8'eika.esr üevant Is Osrmnin, eomms Iss gualit^s supsr-üeielles s'sitüsent tievnut Iss vsrtns solitlss. ^.n 8Invs iss nppnrenoes tromxsnsss,Iss slans gui »s elurent pns: anx ^Usnmnäs le travrüt, In eonstnnoe, sn un motIn inoralitä!"
195) S. 276. Zur Geschichte des nng. Freiheitskampfes II. S. 87 f., wo die na-tionale Gleichberechtigung als eine „Erfindung der Todesangst einer rathlosen Zeit"bezeichnet wird.
196) S. 276. Jordan S. 44—46. In der letzten Sitzungs-Periode des gali-zischen Landtags (Herbst 1869) hat der Abgeordnete Lawrowski diese Ausgleichspnnkte,die das Datum des 7. Juni 1848 tragen, neuerdings hervorgezogen.
197) S. 277. Ein zuerst in der „Uolslcn« und dann in deutscher Übersetzung im„Journal Aller" der Wiener „Presse" (Februar 1849) in einer Reihe von Nummernunter der Aufschrift: „Znr galizischen Sprachenfrage" erschienener Artikel gehört zudem heftigsten, was damals von polnischer Seite gegen die Rnthenen geschlendert wnrde.
198) S. 277. Schreiben des Leipziger Dentschen-Vereins v. 12. Mai 1848 beiBernhard Becker a. a. O. S. 287.
199) S. 277. Becker S. 266, der übrigens so gerecht ist S. 288 zu bekennendaß der Fehler, der nach seiner Meinung da gemacht worden, beide Theile in gleicherWeise treffe, und daß der Pan-Germanismns dem Pan-Slaviömus eben so wie dieserjenem nichts vorznwerfen habe. — Neuester Zeit brachten die Tagesblätter ein „bishernoch nicht gedrucktes" Epigramm Gr i l lparz er's, von dem wir wünschten, es wärewie bisher nngedrnckt geblieben oder besser noch, es wäre von einem Mann, dem wirso aufrichtige Verehrung zollen, gar nie verfaßt worden. Es lautet:
Zu Aesops Zeiten sprachen die Thiere,
Der Menschen Bildung ward so die ihre.
Da fiel ihnen mit einem Male ein,
Die Stammesart, sie sollte das Höchste sein.
„Ich will wieder brummen", sagte der Bär,
Zn henlen war des Wolfes Begehr,
Stur wer bellt, schien dem Hunde bravUnd blöcken nur wollte das Schaf.
Da wurden allmälig sie wieder Thiere,
Und ihre Bildung — der Bestien ihre.