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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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Anmerkungen.

Wer sind denn, so erlauben wir uns zu fragen, die „Thiere" und wer ist im Ge-genlatze zu ihnen der „Mensch", dessen Sprache die „Bestien" statt ihrer eigenenreden sollen?

200) S. 279, Von der republikanischen Grundlage der Vorschläge Fröbcl'swurde im Terte abgesehen. Er dachte sich eine Verfassung „ähnlich der der nordame-ricanische» Freistaaten" mit Wien als Bundeshauptstadt, „Nm ein Staatcnshstem z»schaffen, das sich ans die freie Bnndesgcnossenschaft gründet", heißt cs S, 13, „ist dieDemokratie, oder bestimmter gesagt, die Republik nöthig",

201) S. 280, R, Ha hm Die deutsche National-Versammlung von den September-Ereignissen bis zur Kaiscrwähl (Berlin, Gärtner 1849) S, 63, Nicht mit Unrecht be-merkt derselbe S, 76 über die Linke, die blind und rücksichtslos für die beiden Para-graphe war: „Dort waren eigentlich die Doctrinaire z» suchen, nicht unter den Pro-fessoren des Verfassungs-Ausschusses",

202) S. 282, Hiehcr gehört unter andern eine Erklärung der brandenbnrgischen„Provinzial-Versammlnng der verbundenen monarchisch-constitutionellen Vereine" vom5. December 1848: „daß der einheitliche Bestand der österreichischen Monarchie undeine föderative Verbindung des österreichischen Gesammtstaatcs mit dem deutschen Reicheeben so sehr den Anforderungen auch der inner« deutschen Politik genügt, als durchdie wahren Interessen der nicht-deutschen Länder Österreichs geboten ist." — DieserAnsicht war der Berichterstatter des Egerer Congresses vr, Tcdcsco offenbar nicht, alser, mit vieler Grazie, sagte: „Ein solches völkerrechtliches Büudniß ist ein Quark, einUnsinn! Können wir ein solches nicht auch mit der Türkei oder mit Rußland schließen?und besteht es nicht sogar schon zwischen uns und den Türken?" Const, Blatt a, Böhm,Nr, 128 v, 26, Nov. 1848.

203) S, 283, Wie sich ans diesen Schlußworten entnehmen läßt, war Möringseiner Sache nicht recht sicher. Schon in seinen „sibyllinischcn Büchern" (Ham-burg, Hoffmann und Campe, 1848) gab sich eine gewisse Verschwommenheit, eineigenthümlichcs Schwanken zwischen der groß-österreichischen Idee mit Anerkennung derNationalitäten und strammer Dcntschthümclei mit Aufsaugung derselben im Germanen-thnm kund; vgl, den Anfang der Stelle I, S, 36 f,: „Völker Österreichs, du brau-sender Ungar" oc, mit dem Schlüsse derselben S, 39, wo er sich das „ganze Gebietvon der deutschen Donau durchströmt" vorstellt, und mit II, S, 256, wo ihm Krakau„nicht bloß eine österreichische, sondern eine deutsche Festung" ist, „ein germanischerWaffenplatz gegen das slavische Element", In einen: Privat-Schreiben ansFrankfurt vom 1, December (abgedruckt A, A, Ztg, Nr, 356 v, 21, December) rühmteMöring der Schrift O stro z i n ski's „hohen philosophischen Geist, wahre Philan-thropie" nach und meint, der Verfasser treffe, „indem er die Nationalität als poten-eirte Individualität anffaßt", den Nagel „psychologisch und moralisch auf den Kopf",Und doch schien Möring selbst nur die Ansprüche der „germanischen Elemente" aufpolitische Geltung im mitteleuropäischen Staatenbnnde anerkennen zu wollen! Als erwegen dieses Aufsatzes mancherlei Angriffe erfuhr, veröffentlichte er in der Wr, Ztg,eine ans Frankfurt vom 5, Jänner 1849 datirte „Erklärung", der zufolge er „an einerVereinigung der Slavia und Germania auf dein innerlichen organischen Wege desBnndstaates" festhalten wollte, andrerseits aber doch wieder seiner Slavenfurcht Rann:gab, indem von der Ausscheidung Deutsch-Österreichs aus Deutschland „die Umwandlnngder Monarchie in einen slavischen Staat" abhänge, daher Deutschland „die Hand Öster-reichs woran drei Finger slavisch sind" nicht zurückstoßen dürfe,

204) S, 283, Der mitteleuropäisch-deutsche Staatcnbund (Lemberg, Staurovigian-