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Anmcrknngen.
LandcS-Präsidinm gerichtetes Gesuch n»> „Vcrwirktichnng der Gleichstellnitg der beidenLandessprachen an den Gymnasien" nachznlesen ist. Das Comitc, ats dessen Schrift-führer Professor Johann Jnngmann fnngirte, veröffentlichte am 29. December ein „Ver-zeichniß der von demselben in Antrag gebrachten nnd hochortig genehmigten proviso-rischen böhmischen Gymnasial-Lehrbücher, die als solche auch bereits an allen jenenGymnasien Böhmens, an denen in der böhmischen Sprache Unterricht erthcilt und diedurch hohen Ministerial-Erlaß bezeichnet«! Lehrgegenstände in böhmischer Sprache vor-gctragen werden, in Anwendung gebracht find".
190) S. 266. Die vorläufigen Besprechungen zn diesem Behelfe fanden in derWohnung der Frau Fric, II. Nr. 706, statt.
191) S. 268. Corrcspondenz der „blor. dtorv." ans Zdar 1. December 1848.
„ObclrLsl ueäLviro mlz-när Ostrovslc^ oä vrclinlllo ürnckn clopis lesmeLÜ/, » mölposlovi potvriliti, Le fej clnstnl. Lllxirür clobre pLin^tliv, Ls PL Nornvnir V Llornvönsrll pockrnliem, rizlbrL Ls koireöiis fest tolilc snlco IraLel^ jinv sonsscl jiirölio ja^vtea,nnpsnl tnlcto: „Irssli^ pleslc)-, piüte ee^Iiv." Llnvinnl paplr n. ^ostovt »üsvuilsl.2n krntlcz- ens elostnl opst ckoziis :r — slävn ürnclu ^ckärslesmii, jsiiL nrmnl prävo— v essIco-mornv.Rvm. 8nnck I>v neslioäilo, nbx vsieliiri ölnrnvniis slovnii^tl
neinili jnko vtipnzl pan nil^nür Ostrovslczl".
192) S. 271. Die „Wage" Nr. 19 v. I. 1849 S. 148 f. persisflirte nicht ohneWitz diese Manier, indem sie den Deutschen vorwarf, warum denn nicht anch sie ihreNationalität wahrten? warum denn sic ihre Commando-Sprache noch immer mit Fremd-wörtern „verhunzen" ließen? „Licntcnant", „Corporal", „Präsentirt!" — warum dennnicht: „Statthalter", „Hasclstockstrcichspendcr", „Bringt das Gewehr zur allseitigen An-schauung!?" — Die Matice rnska verlangte für die Ruthen«! sogar eine abgesonderteNationalgarde, mit ihren Farben, gelb und blau, mit Eommando in ihrer Sprache,mit einem „Hctman" an der Spitze und unter diesen! Officierc nationalen Charakters,vntnLnilr, sotnilc vte
193) S. 275. In seinen! Aufsätze: „Was thnt der österreichischen Geschichte noth?"in den „Östcrr. Blättern f. Lit. nnd Kunst" 1845 Nr. 1.
194) S. 275. Siehe insbesondere die Stelle S. 46—49 über die Vortheile dergegenseitigen Kenntniß der Sprachen, wo cs unter ander,n heißt: „Kennen wir nichtso viele andere Sprachen? Sprachen, die uns weit weniger angchcn? Lernen wirnicht die Sprachen der Länder Frankreich, Italien, England mit so viel Fleiß nndKostenaufwand? Wer sollte cs vermnthcn, daß wir bei so vieler Anfmcrksam'eit fürfremde Sprachen so wenig Fleiß nur ans unsere eigenen Landessprachen verwenden?So wenig Fleiß, sage ich? ach, daß wir sic ganz vernachlässigen, sollte ich behaupten,ja daß wir uns — ein fast unglaublicher Umstand! — auch sogar schämen sie znsprechen!" Die Männer, die in jenen Tagen so wohlmeinend sprachen nnd schriebe»,sic handelten auch darnach, vr. Michael Joseph Fesl, der Schüler Freund nnd Schick-salsgenosse Bolzattös, erzählt in der Vorrede zn des letzteren, von ihm 1849 herans-gcgcbener Schrift Hs. oben Anm. "'), daß der deutsche Professor Meinert, nach Pragberufen, noch in höherem Alter böhmisch gelernt und ihn selbst (Fest), „von stockdeutsch«,Eltern geboren", dem Altmeister Dobrowffh als „jungen Slaven" empfohlen habe. —Die Slavenhetze, an der es allerdings auch vor dem Jahre 1848 nicht fehlte, gingdamals hauptsächlich von äußer-österreichischen Deutschen ans, bei denen es eine Zeithindurch so zu sagen znm guten Ton gehörte, ans ihre östlichen Nachbarn, insbesondereans die Slaven, wie auf Raren untergeordneten Ranges hcrabzusehen, jede Anfraffnng,jedes Regen nnd Streben derselben in der feindseligsten Weise zn verdächtigen nnd zn