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Anmerkungen.
den Wälsch-Tyrolern eine „freie, nur von Wien oder Frankfurt abhängige Verwaltungund Regierung in bürgerlichen peinlichen und politischen Angelegenheiten" gewähren„während sie in allen des Krieges, der Landesvertheidignng, der Besteuerung, des Zoll-wesens ,c. den allgemeinen Gesetzen des Reiches und Landes unterstehen sollen" (Botevon Tyrol Nr. 148 v. 31. Oktober 1848 „Von der Etsch"). Andere wieder meinten(ebenda Nr. 159 a. o. Beil. S. 755 f. „Ans dem Jnnthale"), man solle mit Aufhebungder Kreiscinthcilung Bczirks-Commiffariate einrichten; neben dem verantwortlichen Gon-verncnr würden Regierungsräthe, etwa fünf für Deutsch- und drei für Wälsch - Tyrol,sungiren, von denen jedem eine bestimmte Anzahl von Bezirks - Commissariaten zurBesorgung aller dieselben betreffenden Gegenstände zufielc; Sekretäre Concipisten Kanzlei-Beamten müßten alle der betreffenden Nationalität angchören nnd in der Sprache der-selben der ganze innere Dienst sowie alle Ausfertigungen an die Parteien besorgt werden.Aber mit allen diesen Ausknnftsniittcln war die andere Partei nicht zufrieden: „6üsImport» II cliroi, oüs In Nomina clsi clsputat! alla cliota soAuirä In avvenirs ckistroII nnmero clslla popola^ions? Hoi avromo nella clieta un tsiM mono <1! voti 6ssremo oomo prima i saAriüeati. 8o anoüs si volesss introclurrs nsl Avverno nunss^ions italiana per Ali atl'ari italiani, psrelie olla nor: poträ, risieüers in uns, äellenostre oittä?" (Correspondcnz eines <1. L. I? aus Roveredo v. 29. Nov. 1848, im„Llsssagiers Dirolsse" Nr. 119 Lppenäies). So ging man denn von deutscher Seitenoch weiter und machte (Abendblatt des „Lloyd" v. 29. Dec. 1848: „Die politische undparlamentarische Eintheilung Tyrols") den Vorschlag: man solle vier Regierungenerrichten, zu Innsbruck für das Innthal, zu Bregenz für Vorarlberg, zu Bozen fürBozen und Pnsterthal, zu Trient für Trient nnd Roveredo, die alle ihr Gebiet betref-fenden Gegenstände zu besorgen und »»mittelbar mit den entsprechenden Ministerien zuverkehren hätten; nur müßten die nach Wien bestimmten oder von Wien kommendenGeschäftsstücke durch die Hände des in Innsbruck residirendc» Gouverneurs gehen, demes zustände sein „VicU" beiznsctzcn oder seine Bemerkungen zn machen; in parlamen-tarischer Hinsicht würde Deutsch-Tyrol Vorarlberg und Wälsch-Tyrol jedes seine eigeneständische Vertretung haben, von denen in Fällen, wo es sich um Angelegenheiten desganzen Landes handelte, eine gleiche Anzahl von Ausschüssen für jeden der drei Lan-destheile in Innsbruck zusammentreten müßten. — Wenn übrigens die ganze Tren-nungsfrage ans dem Gesichtspunkte behandelt wurde, als sei es die ganze Bevölkerungsüdwärts vom Brenner, oder auch nur der wälsche Theil derselben, der sich in seinerGesinnung nnd in seinen Wünschen von Nord-Tyrol abkehre, so war diese Voraus-setzung eine durchaus ungegründete. Ein Artikel des „Österr. Correspond." (Nr. undDatum haben wir in unfern Aufzeichnungen leider anzumcrken vergessen) enthielt überdiesen Punkt sehr beachtenöwcrthe Andeutungen: „Wenn von 1000 Urwählern 950nicht stimmen und die übrigen sich von einer Partei willenlos lenken lassen, kann davon der Stimme des Landes die Rede sein? Um offen gegen die .Herren' aufzntreten,die jederzeit redefertiger find als der Bauer nnd gewöhnlich auch Mittel haben ihm esanznrechnen, dazu fühlt sich der Bauer »m so weniger berufen, als er überall gewahrwird daß ihn die Behörden stecken lassen. Wie viele kamen zur Zeit der Wahlen zumKreisamte, zu den Landgerichten, um zn fragen wein sie ihre Stimmen geben sollten!Ihr Hansverstand ließ sie ahnen, daß es sich hier nicht um Radicale und Conservative,sondern um offene Feinde oder Freunde Österreichs handle. Hier wies man sie ab,dort deutete man auf italienische Candidaten; wie sollen sie Vertrauen fasse» zu einerRegierung, deren Funktionäre selbst »ngeschent an ihrem Sturze arbeiten? Mit derniedergekämpftcn Anarchie in Wien, worüber ein Reichstags-Depntirter in der Separisten-