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Anmerkungen.
nur 12 Vertreter habe. 4) Deutsche Corrcspondcnz der Innsbrucker Landcvstellc mitihren wälsch - tyrvlischen Untcrbchörden. 5) Übermäßige und ungerechte Belastung, inwelcher Hinsicht unter andern ans die drückenden Wnstnngs-Umlagcn (Anftheilung derKasten und Beschwerden, die den an den Heerstraßen gelegenen Gemeinden durch Militär-Einguartiernng Vorspannölcistung Natnral-Licscrnng und andern „Wust" verursachtwerden, auf alle Gemeinden des Landes), ans die Annvnar-Anstaltcn (Gcmcindezuschlagans jeden cingcführtcn Scheffel Getreide) in Trient und 'Rvveredv, ans den Brvd- undFlcisch-Appaltv in den meisten Gemeinden Süd-Tyrols hingcwicscn wurde. 6) Nach-setznng der Wälsch-Tyrvler gegen ihre deutschen Landslentc in öffentlichen Anstellungendes Civil- und Militär-Dienstes. 7) Nationalökvnomische Benachthcilnng der beidenitalienischen Kreise dnrch Erschwerung des Durchfuhrhandels, Beschränkung und theil-weises Verbot des Tabakbaues, Vernachlässigung der Etsch - Rcgnlirnng, Verkürzung inder Anlage von Straßen gegen die reichlich bedachten nvrd-tyrolischen Kreise; Gio. Pratoführte in letzterer Hinsicht in Nr. 3k des „lUvssa^ioru tirolsss" an, daß für derleiZwecke in der Zeit von 1822—1846 für Nord-Throl 4,149.000 fl., für Süd-Tyrol da-gegen nur 416.000 fl. verwendet worden seien. Auf Grund dieser und ähnlicher Be-schwerden wurden, wie im Tertc erwähnt, selbst von loyalen Snd-Tyrolcrn administrativeEinrichtungen gewünscht, die ihr Gebiet gegen die vermeintlich stiefmütterliche Behand-lung seitens des Guberniums von Innsbruck sichcrstclltcn. Die tonangebende Parteiim I. >848 aber verlangte nicht bloß vollständige administrative, sondern selbst militä-rische Trennung der südlichen Landcstheilc von dem Gebiete jenseits des Brenner. Unterden Punkten, die ein gewisser l)r. Gio. Pcrugini in einer an die wälsch-tyrolischeuAbgeordneten im constitnircnden Reichstage gerichteten Adresse (italienisch im „lUe^sa-xlero. tiroksss", deutsch im „Journal d. ö. Lloyd" Nr. 270 v. 1. Dcccmbcr 1848) alsWünsche seiner Hcimatgcnosscn formulirte, befand sich auch die Errichtung eines abge-sonderten wälsch-tyrolischcn Bataillons, „damit auch »ns nach Verdienst die Stufen desSoldatenstandcs offen seien". Kurz zuvor war ein Minisrcrial-Erlaß herabgclangt, überdessen Inhalt man in Trient und Rovcredo ebenso entzückt wie in Innsbruck betretenwar. Derselbe ordnete nämlich in der an die Grnndentlastung sich knüpfenden Entschä-dignngsangclcgenheit eine abgesonderte Commission für Süd-Tyrol au, in welchemSchritte man nordwärts und südwärts vom Brenner nichts geringeres erblickte, alseinen indirekten Ansspruch des neuen Ministeriums hinsichtlich der Trcnnungsfrage vonNord- und Süd-Tyrol. In Rvveredv ergriff man diesen Anlaß, um unter Bciziehnngder Gemeinden Saeco, Lizzana und Lizzanclla eine Versammlung zu veranstalten, 21.November, wobei weit über den eigentlichen Inhalt des Ministerin! - Erlasses hinausdas politisch-nationale Lieblingsthema der Italianiffimi in der verschiedensten Weiseangcklnngen wurde. Auch die in, Tcrt erwähnte Trienter Zusammenkunft am 28. No-vember hatte die Erncnnnng der für die Bcrathung der Ablösungsfrage bestimmtenCommission zu einem ihrer ostensiblen Zwecke; ein anderer war die Abschicdsfeier fürdie süd-tyrolischen Reichstags-Abgeordneten Fcsti, Turco, Bernardclli, Masse! und Cle-ment! vor ihrer Abreise nach Kremsier. Um dieser beiden ohne Frage loyalen Zweckewillen hatte man auch nicht unterlassen, sowohl den Ober-Commandanten der Landeö-verthcidigung G. M. v. Roßbach als den Kreishauptmann v. Kempter cinzuladcn. AlsPräses fnngirte, durch Acclamation gewählt, der Podestü von Rovcredo und Präsidentdes dortigen Sicherhcitsansschnsses Dott. Giorgio dcgli Abondi, als Scerctär Prof.Bcrtanza von Trient. Von cinigcn Gemeinden der Balle di Rendcna, der Bezirke vonTionc und Condino in Jndiearicn, deren Vertreter in Trient nicht cintrafcn, wurdenvom Reichstags-Abgeordneten Dott. Bernardclli Zustimmungs-Adressen verlesen. Näheres