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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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Anmerkungen.

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143) S. 215. Der Bericht Karl Gratze's, Hauptmauus im zweiten Romaucn-Gr. I. R., ist vom 10. Jänner 1849; er hatte im November 1848 auch die PräfectenButeann, Anrentin, Balas und Popovici unter sich und stellt auch diesen das besteZengniß aus; „Die Romanen d. östcrr.Mon." 2. Heft S. 216—219. Siehe auch daselbstden amtlichen Bericht des Oberlientenants im selben Regiment Michael Noak de Hunyad,der S. 221 den Präfecten Anrentin Severn einen „Mann an seinem Platz" nennt;„er besaß im vollsten Maße das Vertrauen des Volkes, das ans seinem Munde beijeder Gelegenheit, im Zusammenhänge mit der Treue zum gesetzlichen Monarchen, dieeinmal nothwendigen Übel des Krieges von Zügellosigkeit unterscheiden lernte". Wenndaher nicht überhaupt alles, was man von den Nnthaten und Unmcnschlichkeiten Anren-tin's erzählen Hort, arge Übertreibung ist, so scheint es sich jedenfalls nur auf die Zeitvor Organifirnng des Landsturms beziehen zu können.

144) S. 215. vr. Legis-Glücksclig's Jllnstrirte Chronik von Böhmen (Prag,1853, Vettcrl) brachte zu I. S. 390 eine Nachahmung dieses Bildes in Steindruck.

145) S. 216. Wien, Deutschland und Europa. Von Julius Fröbel (Wien, 1848,Jos. Keck L Sohn) S. 7.

146) S. 217. Kritische Streiflichter über die letzten Wiener Ereignisse. Von einemNicht-Reactionär (Wien, Klang) S. 7. Die kleine, aber sehr entschiedene Brochnrewurde in Baden „während des Erils im Oktober 1848" geschrieben.

147) S. 219. „Die italienische Journalistik in Triest" im „Lloyd" 1849 Nr. 11u. 12. Eine Zeitlang figurirte der gelehrte vr. Kandler als Präsident der Societä deiTriestini, der im Grunde gut kaiserlich war; mindestens hatte ihn jene Loyalitäts-Adressezum Verfasser, die im Juni von Triest an den Hof nach Innsbruck gesandt wurde. —Oaservstors Drisstino; suxpl. sl rer. 141 (26. Nov. 1848).—Die eigentliche Absichtbei Gründung einer Universität in Triest lag so klar am Tage, daß der loyalere Theilder städtischen Bevölkerung an das kais. Ministerium eine Gegen-Petition richtete, diezahlreiche Unterschriften fand. „Was soll es", so ungefähr hieß es darin, „mit einerUniversität in Triest? Wenige unserer jungen Leute widmeten sich bisher den Facnltäts-studien, wie dieß auch in einer so ausgesprochenen Handelsstadt nicht anders zu erwartenist. Witt man etwa eine Zufluchtsstätte für verjagte Studenten ans Padua Pavia oc.gründen? Das Leben, das diese Jünglinge zu führen gewohnt sind, ist den hiesigenBürgern nur zu gut bekannt! Der Handel, der Triests Lebenslust ist, braucht vor allemRuhe und innern Frieden" oc.

148) S. 221. Die süd-tyrolische Frage im Jahre 1848. Die süd-tyrolischeFrage wurde in den letzten Monaten 1848 und in den erste» 1849 von deutschen unditalienischen, heimatlichen und Wiener Blättern aus den verschiedensten Gesichtspunktenbesprochen. Als die vorzüglichsten Bcschwerdegründe der Süd-Tyroler wurden angeführt1) Daß sich in allen Dingen die deutschen Kreise Tyrols eine Suprematie über diebeiden italienischen aumaßten: „1 Nlrolesl Isässoül non c, stsiuro mul trsttsil äskestslll, sl contrario ol trsttarono ssrnxro äs psäroni, snril äs opxrsssorl". 2)Daß die Süd-Tyroler in politischer Linie nichts als Haß und Anfeindung, Vcrläumdung(„1s PIN sksoolste eslumnls") und Verfolgungen zu erdulden hätten; „während manin den andern Theiten des Reiches Freiheit der Rede und Presse genießt, bestraft manin Trient und Roveredo nicht allein den Gedanken sondern sogar die Möglichkeit desGedankens, verübelt dem Süd-Tyroler seine Sympathien mit den Brüdern jenseits derAlpen, jagt unschuldige Bürger in Flucht und Verbannung, befleckt den Burggrabenvon Trient mit italienischem Blute" oc. 3) Mangelhafte parlamentarische Vertretung,da Nord-Tyrol mit 400.000 fl. Grundsteuer 40 Vertreter, Süd-Tyrol aber mit 150.000 fl.