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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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Anmerkungen.

hert und vertilgen alle Flaschen u. dgl. — Allein Vorfälle der letzteren Art kamen Wohlin andern Kriegen oft genug vor »nd sind eben nichts außergewöhnliches. Was dagegendas Capitel von Wildheit und Grausamkeit betrifft, so waren die Szeklcr gewiß dieletzten die hierin den Walachen etwas vorzuwcrfen hatten; ja es ist noch sehr die Frage,von welcher Sxite das erste Beispiel so haarsträubender Behandlung gefangener Feindegegeben wurde. Czetz freilich bezeichnet das Gebaren der Szckter in romanischen Ort-schaften euphemistisch nur als „soldatisches Hansen", nnd im ungarischen Landtage er-eiferte man sich nicht stark über diese „nmthwiltigcn Helden" und die Übergriffe undSchandthaten, durch die sie das walachischc Volk reizten; „die Romanen" 1. Heft S.17 f. (Siche auch nnscrn I. Band S. 345 nnd Anm. 237).

140) S. 212. „Die Ausrüstung der Honvcds nnd Matyas-Husaren hatte dasWaffen- und Montnr-Depot in Karlsburg erschöpft; dcmnngeachtct war die vollkommeneArmirnng dieser Truppe nicht beendet. Die magyarischen Zeitungen blllsuör und Hirsäüforderten darum die Nmsturzpartei ans, um den Honvcds-Truppen die noch fehlendenRüstungen zn verschaffen, alle k. k. Truppen-Abtheilungen, die sich in den magyarischenStädten und Dörfern garnisonircnd befänden nnd nicht Honvcds werden wollten, znentwaffnen"; Winter-Feldzug in Siebenbürgen S. 78. Der Versuch wurde erst beikleineren Garnisonen gemacht, wie in dem von Romanen-Gränzern bewohnten DorfeRakosd, in Deva, wo eine Division Bianchi-Jnfanteric nur durch die rasche Entschlos-senheit des commandirenden Hauptmannes der ihr drohenden Gefahr entzogen wurde;ebenda S. 78 f. Siche weiter unfern I. Band S. 142 f.

141) S. 214. Über den romanischen Landsturm siehe: „Die Romanen" sc. S.47—49, 61—65; Winter-Feldzng in Siebenbürgen S. 112 f. Im Karlsburger Zeug-hanse fanden sich, als man an die Organistruug dachte, kaum 1200 brauchbare Gewehrevor; man erwartete Waffen ans Galizien, doch diese branchtc Nrban für seine Leute;man schrieb nach Tcmesvär, allein auch dort hatte man keine überflüssig. — Die imTerte erwähnten beiden Abtheilnngen romanischer Lanzenreitcr find wohl kaum mit jenenzwei Escadrons leichter romanischer Reiter identisch, die, wie im „Winter-Feldzug" be-richtet wird, mit abgelegten Cavallerie-Säbeln und Piken bewaffnet waren und derenEinübung der Rittmeister von Mar-Chcvaurlegers Graf Atberti sich besonders angelegensein ließ; stc stammten größtentheils aus Restnari nnd Scliste her. — Die hölzernenKanonen werden von Czetz a. a. O., S. 32 dem „eigenen Erfindungsgeist" der„Walachen" zugeschriebcu. — In den „Reminiscenzen" S. 37 f. finden wir die Schil-derung einer Abtheilung walachischen Landsturms, der sich anfangs November bei Töviseinigen Compagnien Linien-Jnfanterie und einem Piquet von Mar-Chevaurlegers anzu-schließen hatte. „Kaum hatten wir", erzählt der Verfasser, „die Nachricht seiner An-näherung erhalten, so ritten wir ihm entgegen. Es waren beiläufig 800 Romanenunter Anführung ihrer Präfecte Janen, Prodan und Moga. Einige Pfeiffer eröffnetenden Zug, an dessen Spitze die drei Präfecte auf guten stebenbürgischen Pferden mitbuntbemaltem Sattelzeug nebst ihren soi-äisunt Adjutanten und Unter - Commandantenritten. Hierauf folgten die mit Feucrgewehren Säbeln und großen Spießen bewaffnetenromanischen Haufen".

142) S. 214. Von Sr. Majestät wurde die Errichtung mit dem Beisatze genehmigt,daß das Corps auch in Friedenszeiten nicht aufgelöst, sondern der k. k. Armee einverleibtwerden sollte. Am 13. November 1848 rückten die Jäger-Freiwilligen des KronstüdterBezirks nnd des Burzenlandes mit schwarzgoldcner Fahne in Hermannstadt ein, dieRegimentsmusik von Bianchi schritt ihnen voran, der Sachsengraf nnd die kais. Gene-ralität kamen ihnen zum Empfange entgegengeritten.