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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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Anmerkungen.

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wurde jener Niclas Nrß geheißen, gcb. >740 in Nagy-Aranyos, der in den achtzigerJahren des vorigen Jahrhunderts an der Spitze der berüchtigten Walachen - Empörungstand, die vielen hundert Edellenten ein grausames Elend bereitete. Im Rückblick nunans die damals verübten Grünet nannten die Magyaren Janen einen „zweiten Horjah",von dem er auch abstamnic, und seine Hansen „Horjah's Volk" oder „Knrnzen" (ero-ointi se. militas), weil in noch früheren Zeiten die Krenzzügler im Lande wie Mörderund Brandlegcr gehaust hatten. Es wäre denn doch, so meinen wir, an der Zeit, daßsich irgend ein sicbcnbürgischcr Historiker an die Aufgabe machte, diese so widersprechendenDaten zn prüfen und zu sichten und ans dem sagenhaften Janen einen geschichtlichenz» machen; mag man über ihn nrthcilcn wie man will, immerhin ist er durch dieEreignisse, an deren Spitze ihn sein Verhängniß getrieben, eine nicht zn übersehendePersönlichkeit geworden.

137) S. 210. Wortlaut siehe: „Die Romanen der österr. Monarchie" l.Heft S.23—30. Als letztes Petition findet sich, ähnlich wie bei der Blasendorfer Versammlung,die Bitte: „Sc. Majestät der Kaiser geruhe allergnädigst z» gestatten, daß beide ,Wa-lachcip-Rcgimenter diesen zn manchen Witzeleien Anlaß gebenden Namen mit der wahrenihrer Abstammung entsprechenden Benennung .Romänen-Regimenter" vertauschen dürfen".

138) S. 21 l. Man wählte diese a» den großen König Eorvinus, einen Sicben-bürgcr von Abstammung, gemahnende Bezeichnung, weil bei de» aristokratischen Szeklernder Name des Rcpnblicancrs Koffnth und seiner Husaren keinen besonders guten Klanghatte. — Für den Zweck der Werbung wurden Berzenczcy der Lieutenant des erstenSzekler Mil. Gr. Inf. Reg. Aler. Gäl als Adjutant und ein gewisser A. Pcrcnyi alsRechnungsführer bcigcgcben. In „Lewsutü plirlnx" v. 22. Angnst wurde erzählt, dreißigjunge Szekler hätten noch in Pest ihm den Handschlag gegeben und ihn von da nachSiebenbürgen begleitet. Mit seinen Erfolgen im Lande selbst war Berzenczcy nichtsehr zufrieden, da er, nach Pest znrückgckehrt, am 13. Dccembcr berichtete, er habe statt300 nur 120 Bursche angeworbcn. — Übrigens schildert ihn Lcvitschnigg a. a. O.II. S. 234—237 als einen „ganzen Mann" von „abgeschlossenem Charakter", als einen„ehrlichen Mann", einen „politischen Bulldogg an Ausdauer, aber nicht an Heimtücke",während ihn der Verfasser des „Wintcr-Feldzng in Siebenbürgen" S. 88 als „bcrüch.tigt durch seine Charakterlosigkeit und seinen wüsten Lebenswandel" und „gänzlich zer-rüttet in seinen Vcrmögensvcrhältniffen" bezeichnet. Letzteres Nrtheil können wir schonaus dem Grunde nicht für durchaus grundlos halten, weil selbst ans dem was Levit-schnigg von Berzenczcy anführt hervorgeht daß er vom Premierminister für seineSendung 300.000 ff. C. M. erhalten habe, über deren Verwendung er sich n»r mitallgemeinen Phrasen zn rechtfertigen wußte; „er habe zwar kein Handgeld gegeben, aberdie Ausrüstung habe sehr viel verschlungen; das Werbegcld hätten seine verantwortlichenMajors vcrtheilt, er selbst aber sei zum Bettler geworden" oc.

130) S. 2l2. An Beschreibungen der von walachischcr Seite verübten Unthatcnist kein Mangel; siche z. B. in den „Schlachtfeldcrblüthcn ans Ungarn" (Leipzig, 1830,Nies) die Erzählung Säjo's (Moriz Jökai) „Ein Gncrilla-Führcr" S. 201 — 203;Czetz Bem's Feldzug in Siebenbürgen (Hamburg, Hoffmann u. Campe, 18i>0) S. 36f.; „Rcminiscenzen" S. 39 f. Daneben bekommt man allerhand von ihrer Streitsuchtund Trunkenheit, von Zank und Ranfcrcicn bei Vertheilnng des Raubes, von ihrerFeigheit, ihrem Aberglauben zn hören; alle Augenblicke habe cs falschen Allarm gegeben,wenn sic in ihrem w cinscligcn Zustande ein paar Bäume für Feinde ansahen; in Fel-Vincz gerathen sie in einen Champagner-Keller, beim Öffnen einer Flasche springt derWein mit einem Knalle schäumend heraus, sie erschrecken, ballen das Getränk für ver-