41 «
Anmerkungen.
geltnng gal'". Es mag sein, cs ist sogar sehr naheliegend und wahrscheinlicki, daß so-wohl Rajacio als der Verfasser der „Erlebnisse" mit wohlwollender Befangenheit dieKriegsführnng ihrer Serben und mit mißgünstiger Parteilichkeit die ihrer Feinde be-nrtheilcn; aber wenn der Name Hrabowsky'S von den Serben und Kroaten in„Grabowsky" (von Ainditi, plündern) nmgewandclt wurde nnd wenn Pcrczel vonihnen den Beinamen der „Hyäne von Kovilj" erhielt, so scheint das doch darauf hin-zndenten, daß die Ungarn den Serben in kriegerischem Wüthen nnd Zerstören jeden-falls nichts schuldig bliebe».
132> S. 207. „Erlebnisse" S. 67—72. Nach dieser Quelle zählte das k. k. östcrr.-scrbischc Nrmce-Eorps unter General Snplikac 21.074 Mann, worunter Unbewaffnete1.057, mit Sensen und Piken bewaffnete 2.449, mit Jagdgewehren 901, also zusammen4.577 gar nicht oder unregelmäßig ausgerüstete Leute.
133) S. 208. Zur Geschichte des nng. Frciheitskampfes S. 53. Derselben Zengcn-
schaft wird man cs auch glauben, wenn es znm Schluffe S. 58 heißt: „Während der
Versammlung herrschte Muhe nnd Ordnung nnd kein Erceß wurde verübt".
134) S. 209. Der Winter-Feldzug des Ncvolntionskrieges in Siebenbürgen oc.(Zweite Ausgabe. Leipzig, Schräg, 1863) S. 24. Die Kopfzahl der versammelten Mengewird daselbst „bei 40000 Menschen" geschätzt.
135) S. 209. Einen Fall dieser Art erzählt der geistvolle Verfasser der „Rcminis-ccnzcn" (Wien, Geister, 1864) S. 33 f.: Im Sommer 1848 begab sich der Oberst vonMar-bhevanrlcgcrs (Adam Graf Waldstcin-Wartcnberg?) nach Hcrmannstadt und be-suchte das dortige Theater, wo gerade von einem sächsischen Bürger politische Redenznm Anschlüsse an die Sache des Kaisers gehalten wurden. Gras W. benützte dieaugenblickliche Stimmung, um eine Anzahl kaiserlicher Cocardcn noch im Theater zuvcrthcilcn. Tags darauf erhielt er von Seite der Militär-Behörde den Befehl, dasLand binnen kürzester Frist z» verlassen nnd nach Wien zu gehen.
136) S. 209. Magyarische Federn werfen ihren verhaßten Gegnern noch andereDinge vor als bloß Mangel an Bildung; so schildert z. B. Therese Pnlszky a. a.O. S. 143 s. Balasiescn als einen Menschen „von niedriger Gesinnnngsart, grausamnnd nichtswürdig"; Moga sei ein „wegen gemeinen Diebstahls von seinem nnbedentcndenPosten weggejagter Beamte, später herrschaftlicher Bedienter, zuletzt Schreiber bei demOffenbänyäer Notar nnd Protopopen Jgyän" gewesen; nur Janen gilt ihr als „eintalentvoller junger Mann". — Was nnn diesen letztem betrifft, so verdient bemerkt znwerden, daß er jetzt schon eine Art mythischer Person geworden ist. Sein Geburtsjahrhabe» wir nirgends gefunden. Als seinen Geburtsort geben Wnrzbach Bisztra,Therese Pnlszky Topänfalva, vr. K. F. Peters in der Österr. Revue 1863 V. S.304 Felsö-Vidra an; nach Levitschnigg Koffnth nnd seine Bannerschaft (Pest, 1850,Heckenast) II. S. 304 könnte man Abrndbänya dafür halten. Sein Vater war nachder ersten Quelle Pope, nach der zweiten Dorfrichter, nach der dritten jedenfalls einwohlhabender Mann. Peters scheint noch zn Anfang der sechziger Jahre von Janenals von einem Manne in guten Verhältnissen erfahren zn haben, da er anführt, derselbebesitze „eines der schönsten Häuser" in Felsö-Vidra, wogegen Charles B oner in seinem„Siebenbürgen" (Leipzig, I. I. Weber, 1868) S. 574 f. ungefähr um dieselbe ZeitJanen in einem völlig zerlumpten nnd unreinen Zustande in einer Schenke von Abrnd-banya gesehen haben will. Endlich fanden wir irgendwo Avram (Abraham) als denVornamen Jancu's angegeben, während Wnrzbach die Vermnthnng ansspricht, Janensei sein Taufname nnd Hora „sein eigentlicher Name". Letzterer Behauptung dürftedenn doch wohl ein arges Mißverständniß zn Grunde liegen. Hora, Horra, Horjah