Anmerkungen.
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äönz-i I>I>^S8 äs In Revvlntisn Iion^roiss S. 38 f. Als Beispiel des von demkroatischen Anhang geübten Einschüchterungs-Systems führt die Adresse die Gcwaltthatgegen einen Agramcr Bürger Namens Snökoviä an, der wegen seiner »lagyarcnfrennd-tichen Gesinnung verhaftet, ja mit Hinrichtung bedroht worden sei.
128) S. 200. Das einzige was allenfalls geschah war, daß das Wiener Kriegs-Ministerinm einzelnen Officicre» auf ihr Ansuchen die Erlanbniß ertheilte, sich in ihrebedrohte Heimat zn begeben, wie dicß z. B. der Verfasser der „Erlebnisse eines k. k.Officicrs im östcrr. serb. Arinec-Eorps" oe. (Prag, 1862, Credncr) S. 12 f. von sicherzählt. Wen» derselbe jedoch weiter anführt, man habe seine „Relation" über diegemachten Wahrnehmungen „mit Befriedigung zu Wien ausgenommen", so kann sichdas wohl nur ans irgend einen seiner besondern Gönner beziehen, der ihm etwa zurErfüllung seines Wunsches verhelfen; er selbst nennt dicßfalls den Obersten beim G.Q. M. St. Franz Wenzel von Nffenberg. Halten wir übrigens diese Thatsache — einervom Wiener Kriegs-Ministerium ansgegangenen Beurlaubung eines k. k. Officiers ansden serbischen Kriegsschauplatz — der andern im Tert erwähnten gegenüber, daß den k. k.Ofsiciercn von ihren Obcrbchördcn jede Theilnahmc an der serbische» Bewegung „beiVcrlnst der Charge" verboten wurdet so haben wir ein neues Bild jener beispiellosenVerwicklung und widerspruchsvollen Verwirrung, die zu jener Zeit in den österreichischenRcgiernngskreisen herrschte.
120) S. 202. Der jugendliche Verfasser der „Erlebnisse" entwirft S. 65, einebegeisterte Schilderung von Rajacie: „Ein ehrwürdiger Greis, ein Priester, leitete mitseltener Klugheit die Kriegöangelegenhcitcn. Zn jeder Stunde bei Tag oder Nachtnahm er Meldungen im Empfang nnd unterschrieb die Befehle an einzelne Lager-kommandanten. Energisch, persönlich unerschrocken, blieb Najaciä jederzeit Priester" oe.
130) S. 202. Erlebnisse S. 40.
131) S. 206. Die Kriegsfithrnng der Serben. Ein eigentlicher Volks-krieg ist im modernen Europa eine so cigenthnmlichc Erscheinung, daß es sich wohl derMühe verlohnen dürfte, seinem Wesen nnd seinen Formen oder richtiger seiner totalen Form-losigkeit noch einige Aufmerksamkeit zn widmen. Wie sich von einfache»Natilrsöhuen erwartenließ, waren die Kämpfer für die serbische Sache in ihren Bedürfnissen sehr bescheiden. Einkaiserlicher Officicr beschreibt »ns die „ganz besondere Art von Lagerbequcmlichkcit",die Knisanin seinen Serbianern in der Erdscstnng von Tomasovac gönnte. „In gewissenZwischenräumen ausgestellt erhielt jeder Mann am innern Grabcnrande ein Plätzchenangewiesen, für das er im Momente des Kampfes gut stand. Mit Hilfe des Vagatangrub sich nun jeder in der Böschung eine Höhle, worin er gerade Platz hatte nmKinn nnd Knie in nächste Berührung zn bringen. Einiges anfgestrente Stroh waralles Ameublement. Pistolen und Vagatan kamen weder bei Tag noch Nacht ans demGürtel, die lange Flinte konnte man als Hauszicr, einen ans Holz geschnitzten Spießals einzige Gcräthschaft betrachten. Der Herd befand sich gerade so weit, als es demselbstzufriedenen Bewohner möglich war, seine Fleisch-Portion am Spieße zu drehenohne ans der gekrümmten Stellung zu kommen. Wenn man diese herkulischen Gestaltennach aufgehobener Tafel bei mäßig flackerndem Feuerschein ihren Cibnk rauchen sah —wahrhaft glücklichere Menschen konnte cs ans Erden keine geben!" (Erlebnisse S. 52).Welch ein Gegensatz zwischen solch primitiver Lagcr-Zdylle nnd dem verfeinerten Lebe»im nngarischcn Haupt-Quartier! Da fehlte es nicht an Genüßen und Ergötzlichkeitenaller Art. Zn Verbaß ging es in den Häusern des Ober-Gespans Horvath nnd deöViee-Gespans Knezy wie in zwei Easinos her, wo der Pharao-Tisch allabendlich dieHauptpersonen des Lagers um seine Runde gedrängt sah. Da floß der Wein, da bog