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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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405
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Anmerkungen.

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offen ans Seite der Polen gegen die Rnthencn stellte, ja letztere in der unwürdigstenWeise herabsctztc:Die rnthenischc Geistlichkeit, die mit wenigen Ansnahmen nnrihrem Banche lebt, ist im Vormärz nie ihrem Grundsatz untren geworden, daß Bil-dung für den Bauer nicht taugt. Die Nnthenen haben keine Geschichte, keine poli-tische Bedeutung, keine Literatur. Wie kämen wir Böhmen dazu, einer Handvollruthenischer Popen (brstas iu3ir>sli/eli xopü), die bei allen Schicksalsschlägen ihresVaterlandes gut gegessen nnd getrunken haben, den Namen einer Nation zntheilwerden zu lassen?" u. dgl. m.DoILei » Lnslni", Nr. 46 n. 47 v. 23. n. 24. No-vember,Ralronslrä Politika V Nnliöi", Nr. 53 v. 1. Decembcr 1848.

116) S. 189. Corrcspondenz ans Zara v. 10. Decembcr 1848 in Gaj's üllovinsilalm. üsrv. slsvonske. Unter den Männern, die den im Terte erwähnten Ver-folgungen ansgesetzt waren, befanden sich der Schriftsteller Spiro Popoviö, KerstoKnlisiö n. a.

117) S. 189.Welch ein fruchtbares Land hat uns nicht Gott zur Bewohnungangewiesen, wohl nicht bloß darum angewiesen, damit wir auf einem so fruchtbarenBoden nur desto schmerzlicher empfinden müßten, wie unglücklich wir, dessen Bebauer,find!" So mahnte schon im I. 1816 der allverchrte Bolzano in seinen Erbaunngs-redenüber das Verhältniß der beiden Volksstämmc in Böhmen" (Wien 1849, Bran-müller) S. 40. Siehe auch die Stelle S. 3739 über die Nachtheile des Racen-Kampfes in einem Lande, dessen Gemeinsinn dadurch verloren geht, während einerschlauen Regierung die Mittel in die Hände gespielt werden, beide Thcile für ihreselbstsüchtigen Zwecke anszubeuten. Dabei gehörte Bolzano zu jenen Deutschen, welchedie Benachtheiligung ihrer flavischen Landsleute durch das herrschende Verwaltungs-System offen eingestandcn und bedauerten S. 25 f. Liest man dagegen die Programmeder deutschen Vereine des Jahres 1848 z. B. das im Terte S. 186 angeführte desdeutsche)! Gesammtvereins in Böhmen, so sollte man meinen, die deutsche Nationalitätsei es gewesen, die über Verkürzung »nd stiefmütterliche Behandlung zu klagen hatte.

118) S. 190. In denHolomoncke Nowiny"; Schreiber benützte zu seiner An-sprache den Anlaß, als die Olmüzer Slovanskä Lipa ihr neues Locale bezog, 15. Nov.

119) S. 190. Mr. norr. Nr. 182 v. 10. n. 193 v. 23. November mit der Ant-wort der böhmischen Stadt Turnan, welche die ihr dargcbotene Hand als Pfandfrenndnachbarlichen Bundes mit Freuden annimmt nnd keinen andern Wunsch zuhegen erklärt,als daß wir, jetzt wie früher im Verein mit unfern deutschen Lands-leuten, die Früchte der errungenen Freiheit gemeinschaftlich genießen und zum Heileunseres gemeinsamen Vaterlandes beitragen mögen."

120) S. 191. Der Artikel, von Ivan Kuknljeviö geschrieben und zuerst im81a-veuski OuA" veröffentlicht, wurde von der Redaction der I4Lr. Hovr. in's Böhmischeübersetzt nnd mit einer Einbegleitung versehen, Nr. 192 v. 22. November. Es istübrigens bcmerkcnswerth, daß niemand in ehr sich darüber aufhielt und in Zorn ent-brannte als derselbe Julius Gretschnigg, der zuvor in seinem Blatte den aufreizendenSchmähartikel gegen die Slaven losgelassen hatte; Volkszeitung Nr. 16 v. 7. Novem-ber S. 63 f. u. Nr. 35 v. 21. December S. 137 f. Gegen die Ausfälle des letzterensei noch bemerkt, daß Graf Sedlnicky nnd Baron Skrbenskh außer ihrem Namen undUrsprung nicht eine Fasercechischen" Wesens in sich hatten nnd daß, ihr Waltennnd Wirken denBöhmen" zur Last schreiben, damals gerade so viel hieß, als wennjemand heute sagen wollte, unser Ministerum sei cechistrt, weil Berger Giskra Plenerund Hasner darin fitzen. Daß überhaupt die österreichische Bureankratie, wenn auchzwei Drittheile" davonäechen" waren, von allem Anfang eine Hauptstütze des jose-