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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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Anmerkungen.

allgemeinen europäischen Völker-Congreffes znr Ausgleichung aller internalionalcn Fra-gen" (Jordan S. 3439). Wenn bezüglich des Ausbruches des Jnni-AufstandesJordan a. a. O. S. 50 auf das entschiedenste versichert,daß «Ist die nachfolgendenEreignisse nichts gemeinsames mit dem Slavcn-Congrcffc hatten", so ist ihm dieß, soferndamit der Congrcß als Ganzes und die überwiegende Mehrheit seiner Mitglieder gemeintsind, eben so auf's Wort zu glauben, wie die von ihm S. 39 f. 49 f. erzählten That-sachen, aus denen die Wahrheit seiner Behauptung unzweifelhaft hervorgcht. Daß da-gegen einzelne Mitglieder des Congreffes, namentlich Baknnin, einen ganz positiven undunmittelbaren Einstuß auf die Entwicklung der Prager Pfingst-Ereigniffc hatten, würdeJordan sich kaum zu längnen getrauen. Es war übrigens eben so bezeichnend alsin einer Zeit so wirren Durcheinanders begreiflich, daß die Mehrzahl der schuldlosenCongreß-Mitgliedcr die Jnni-Ercignisse als ein von der Reactions-Partei gegen dasSlaventhum angelegtes Manoenvre ansahen, während fich's ihre deutschen Gegner nichtnehmen ließen, derPrager Aderlaß" habe das Bündniß zwischen den Ccchcn und derReaktion besiegelt, wie z. B. bei Bernhard Becker Die Rcaetion in Deutschland gegendie Revolution von 1848 w. (Zweite Ausgabe. Wien, 18»9, A. Pichler's Witwe LSohn) S. 358 zu lesen ist.

113) S. 185.Dessen Namen eher russisch als deutsch klingt und vielleicht so-viel als Branntwein bedeutet". Bernhard Becker a. a. O. S. 283.Der im Terteerwähnte Aufruf an die Deutsch-Böhmen, abgcdrnckt bei Becker S. 284, datirte übrigensvom 1. Mai, vom Tage der Einberufung des Slaven-Congreffes, von welchem Schritteman also damals in Leipzig noch nichts wissen konnte; das Nussiger Verbrüderungsfestaber fand am 18. Juni, unmittelbar nach Bezwingung des Prager Aufstandes statt.

113 b) S. 186. Ansprache des Egerer Congreffes an seinedeutschen Mitbürger"v. 24. November 1848; A. A. Ztg. Nr. 338 v.T Dec. Beilage S. 5335 f.

114) S. 186. Als man dem Anfangs November von Wien heimkehrenden Ab-geordneten für Groß-Mcseritsch (Joseph Kutschern?) vorwarf, warum er im Reichstagestets gegen die Meinung eines großen Theilcs seiner flavischen Wähler gestimmt habe,rief er aus:Und wenn man hundert Kanonen gegen mich anfführte, ich würde vonder deutschen Sache nicht lassen!" Das Wort wurde von böhmischen Blättern gebracht,ohne, soviel uns bekannt, Widerruf oder Berichtigung zu erfahren.

115) S. 188. Alle die angeführten Vorwürfe der Polen und Rnthenen, und nochviele andere, finden sich in einer bei Karl Gerold in Wien gedruckten und aus Lemberg27. November 1848 datirtcn Flugschrift:Die Frage über die Theilnng Galiziens"(1 Bogen, gr. Fol.), und in der Widerlegung derselben von ruthenischer Seite imOsterr. Korrespondent" 1849 Jänner S. 79. Die letzte Andeutung in unseremTerte gilt der rnthenischcn Parodie des Polnischen Freiheitslicdes:

cksssvLs kokslea nie ü^lneka, als Lßstnao masi:

<üo -pnstr)-alc nie risbljs, Riasln to rnckusivielleicht nur eine Variante der Spottverse, welche die kaiserlichen Soldaten »ach derBezwingung von Krakau sangen und wo die zweite Zeile lautete:

21 jeäne stronz- Ln8tr/:>ei, 2 ckrnAss streng liusi. Es gab unter den öster-reichischen Slavcn nur Vereinzelte, die, den währen Stand der Dinge verkennend, indiesem leidigen Streite den Polen das Wort redeten, wie ?. Stnlz in Prag, der gefühlvolleund schwärmerische Freund Georg Lubomirski's, auf dem Congreffe der Lindenvcreine(December 1848) den Antrag stellte)man möge die Rnthenen in einer Zuschrift anf-fordern, alles zu vermeiden was zwischen ihnen und den Polen Haß und Feindschafterzeugen könnte". Von den böhmischen Blättern war esIlmiick list", das sich