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Anmerkungen.
die „Maischen" eine „gemischte Race" genannt werden, „die jedoch dem Äußern nachmehr an den römischen als an den dacischen Ursprung erinnert. Ich hatte Gelegenheit",heißt es weiter, „mehrere walachische Römer zu sehen und muß gestehen daß ich unterihnen bildschöne Jünglinge wahrnahm, denen nur Toga und Sagum fehlten, um genauan jene Gestalten zu erinnern, die ich aus den pompeischen Fresken bewunderte". Weiterwird vom Verfasser angeführt, daß „die malerische Tracht der in manchen Bezirkenwirklich reizenden Walachinen nur wenig von jener der Calabreserinen verschieden ist".— Nach Ausbruch der Revolution ließen es ungarische Parteiführer nicht unversucht,die empörten Romanen von dieser Seite schmeichelnd zn gewinnen. „Ich nenne dieWalachen Romanen", sagte der blinde Weffelenyi im Pester Oberhaus, „weil ste cs sowünschen, und weil es ohnehin wahr ist daß ste Abkömmlinge der Römer sind".
97) S. 171. Die Romanen der österreichischen Monarchie (Wien, Gerold, 1849bis 1850) S. 35.
98) S. 172. Geschichte des Jllyrismus oc. Nebst einem Vorworte von Or. W.Wachsmnth (Leipzig, Gustav Mayer, 1849) S. 54. — Das Buch ist in erclufiv-magyarischem Geiste geschrieben, und daher nur mit Vorsicht zn benützen; es enthältaber eine Fülle von Belegstücken und Thatsachen, hinsichtlich deren freilich zn bedauernist, daß man nicht durch Nebenhaltnng einer gleich eingehenden Darstellung ans kroa-tischer Feder eine Controlle üben kann. Auch stört manche Ungenanigkeit der Angaben,wie z. B. bei Erzählung der Vorgänge vom 29. Juli 1845, wo es S. 130 heißt, esseien „von Seite der Illyrier 17 getödtet" worden, und gleich darauf S. 131: „Allezwölf nahm ein Grab aus"; cs sind das die Fallstaff'schen Steifleinernen in absteigenderLinie. Von dem leidenschaftlichen Partei-Eifer, der durch die Schrift weht, zeugen Aus-drücke, wie S. 137, wo sich der Verfasser über „die dnmmen, Verderben bringendenPläne" der Jllyrianer, S. 139, wo er sich über „die znm Ekel bekannte Eifersuchtund politische Unmündigkeit" der südlichen Slavcnstämme ansläßt; auf derselben Seiteschließt die Erwähnung eines gewissen „panslavisch-fanatischen Cechomanen" Prausentweder einen Pleonasmus oder einen inncrn Widerspruch in sich, dessen sich nur über-stürzender Parteieifer schuldig machen kann. Wenn daher Wachsmnth von demVerfasser rühmt, daß er „ohne hohles Phrasengeklingel »nd ohne das Getriebe des Prr-teigeistes" bemüht sei „die Thatsachen festzustellen und so der Geschichte geläutertenStoff znzubringen", so mnß er die Druckbogen, zn denen er sein Vorwort schrieb, nichtalle gelesen haben. Seinem Geiste und letzten Zwecke nach ist das Buch eine au dieAdresse des deutschen Pnblicnms gerichtete Denunciation des nach der Ansicht des Ver-fassers bei den ungarischen Südslavcn spukenden „panslavischen Gespenstes", obgleichderselbe nicht eine einzige Thatsache vorznbringen im Stande ist, die vor dem Richter-stnhle eines Unbefangenen seine Behauptung einer von jenen Völkern angestrcbten po-litischen Vereinigung unter russischer Oberherrschaft zn begründen vermöchte.
99) S. 172. Vanio», Illirsüa 1837: Von dem adriatischen Mecrcsbusen
Bis zn den politischen MeereswogcnUnd wo der heilige Athos steht,
Ist das Erbgut der Illyrier.
100) S. 173. So z. B. spöttelt Boldenyi Magyarenthnm S. 19 über Gastsneue Erfindung einer „Sprache, die er fälschlich die illyrische nannte, die aber nureinigen Großpriestern der neuen Schule bekannt war; das Volk versteht nichts vondiesem neuen Babel".
101) S. 174. Die „Geschichte des Jllyrismus", welche diese und die noch weiterfolgenden Vorgänge mit großer Ausführlichkeit erzählt, gibt zwar zu, daß derlei Auf-