Anmerkungen,
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daß er einmal ausrief: „Ich würde meinem eigenen Vater das Messer in's Herz stoßen,wenn ich wüßte, daß er es gegen die Magyaren mit den Slovaken halte", — „Undmerkwürdig", sagt Joh. v, Csaplovics (Ungarns Industrie und Cnltur; Leipzig,Otto Wigand, 1843, S, 22 f,)? „bis jetzt gebcrden sich die wahren ächten Magyarenbei weitem weniger wüthend als die übcrgetretenen Slovaken und Deutschen und einpaar Kroaten"; und führt als Beispiele an: Pulszky, Koffuth, Henszelmann, Szontägh,Jozipovich — „lauter Kern-Magyaren, das zeigen schon ihre acht hunnischen Namen!"—; für diese „Eiferer", meint Csaplvvics, sei „die Magyaren-Sprache nichts anderesals Belladonna: sic betäubt sie und beraubt sie aller Besonnenheit", — Auch anderenicht-magyarische Stämme führte» dem Magyarismns einige seiner entschiedensten Ver-theidiger zu; viele der tüchtigsten magyarischen Literaten waren armenischer Abkunft;unter den spätern Koryphäen der Revolution waren zwei Vollblut-Serben, VnkoviöMinister der Justiz, »nd General Damianiö, Letzterer bildete ei» paffendes Seitenstückzu Kollar's slovakischem Mitschüler; denn allgemein wurde von ihm erzählt, daß erseinen Landsleuten den Tod geschworen und dabei ansgcrnfen habe: „Und damit keinRaitze mehr am Leben bleibt, schieße ich mir zuletzt selbst eine Kugel in den Leib",
89) S, lt>7, Hodza's „Slovak" gibt eine eingehende Geschichte dieser vieljährigen,stets scheiternden und stets wieder erneuten Bemühungen, Das Buch ist in einemfürchterlichen Deutsch geschrieben und trägt ans jeder Seite den Stempel einer leiden-schaftlichen Parteischrift; allein cs bringt eine Fülle von Thatsachen, die man ander-wärts kann« so beisammen findet. Leider fehlen die Jahreszahlen fast gänzlich. DenAnfang der slavischcn Vereine machte nach Hodza die „soeietns alnvica, moickaim",von Lowich, Rybay, Panlini, Tablic gegründet nnd von dem General-Inspektor Peterv, Balogh in einem geharnischten Rundschreiben verboten und verketzert. Bald darauftraten Ottmaier, Hamnljak u, a, in Pest zusammen, nm slavisches Wort nnd nationalenSinn in Schrift nnd That zu Pflegen; sic wurden in jeder Art bedrängt nnd gehetzt,bis sie von ihrem Vorhaben abließcn. Dann kamen die slavischen Jünglingsvereine,die, dem zügellosen magyarischen Stndcutenthnm gegenüber, „eine bis zum Rigorismusgehende Tugend und Sittenzncht" unter sich einsührten, „Unser Volk soll seinen Bestandans Tugend gründen — dlüraä uäü na enosti inü stüti", hatte der tief sittliche Kollarden Seinen zugcrnfen. Einen solchen Verein gründete unter andern Stur in Preßbnrg,Aber der Senat, von den magyarischen Behörden anfgefordert, setzte sich zu Gerichtüber Stur, den der Slave Martini nnd der Deutsche Schröer vergeblich gegen dieMehrheit ihrer College» in Schutz nahmen; Stur wurde entfernt, worauf sich der vonihm gegründete Verein von selbst anflöste. Trauernd verließ die slavische Jugend Preß-bnrg nnd wandte sich in die Zips an das Lycenm von Lentschau, das gleichfalls „mei-stens von Slavcn dotirt nnd Jahr ans Jahr ein von dem slavischcn Volke unterstützt"eine sichere Znflnchtstätte zu bieten schien; doch die dortigen Schulvorstände getrautensich nicht ein Unternehmen zu begünstigen, dessen Tendenz man in Preßbnrg hart anden Landesvcrrath gesetzt hatte. Wieder traten Stur, Hodza und Hnrban in Sz, Miklöszusammen nnd gründeten unter dem Titel „Tntrln" (Tatra-Sohn) einen Verein zurUnterstützung dürftiger Studierender nnd zur Herausgabe guter Schulbücher und Volks-schriften, Die Statuten, an Slavcnsrennde herumgesandt, fanden allgemeinen Beifall,reiche Summen stoßen ein, manchem armen Studiosus wurde unter die Arme gegriffen.Der Verein beschränkte sich nicht ans die protestantischen Kreise, auch die katholischeGeistlichkeit trat bei; zwei Glieder derselbe», Caban nnd Holcek, gingen nach Pest dieGenehmigung dafür zu erwirken. Doch sie fanden beim alten Erzherzog einen ÜbelnEmpfang nnd kamen „als unwürdigste Schulkunden niederdcspotisirt" mit langen Ge-