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Anmerkungen.
rische Grund, daß die Ungarn die Ersten nnd folglich die Herren im Lande seien,denen die übrigen Volksstämme sich nuterordnen müßten; denn die Hunnen nnd Ava-ren seien eins mit de» Ungarn, nnd jene beiden nnlängbar bereits im Lande gewesen,„als zwischen den Jahren 602 nnd 681 mehrere slavische Stämme den nördlichen Theildes ehemaligen Jllyriens, das heutige südliche Ungarn, besetzten" (Boldenyi a. a.O. S. 27). Aber auch alle übrigen Slavenstämme müssen darum als „Eingcwanderte"gelten. „Die Slave» des Nordens z. B. sind größtentheils böhmischen Ursprungs nndhaben zur Zeit der Hnsiten-Kricge in Ungarn Zuflucht gesucht", sagt Gerando a. a.O. S. 282, nnd fügt, um dem unkundigen Leser Saud in die Angen zu streuen, mitKennermiene hinzu: „Die Daten dieser Einwanderungen sind bekannt". — Den innerstenKern »nd Gedanken aller Bestrebungen des Magyarismus, den einzigen nnd wahrenErklärnngsgrnnd seines Thuns nnd Handelns, hat aber niemand »»verhüllter blosge-legt als Pnlszky in seinem Schreiben an Leo Thun v. 13. September 1812 (a. a. O.S. 24), wo er sagt: „Ich weiß es wohl, daß Ungarn, das Herz Europas, einer großenZukunft entgegcngeht, daß es einst, ob ungarisch, deutsch oder russisch, ans jeden Fallein mächtiges blühendes Reich sein wird — seine unvergleichliche Lage bürgt mir da-für —; doch läßt mich diese künftige Größe eben so kalt wie die jetzige Englands,wie die ehemalige Spaniens, wenn es ein anderes Volk sein soll das ihm diesen Auf-schwung gibt, nicht das ungarische dem ich angchöre." Wer, dem für sein eigenesLand und Volk ein warmes Herz im Busen schlägt, dürfte gegen den heimatbcgeistertcnMagyaren, der so spricht, die Hand erheben? Aber, so ließ sich ihm erwiedern, bedarfes, um jenes Ziel zu erreichen, der tyrannischen Niedcrtretnng aller anderen Natio-nalitäten? Allen dicßfälligen Argumentationen der Magyaromanen lag offenbar eineabsichtliche oder unabsichtliche Escamotirnng zweier ganz verschiedenen Begriffe zu Grunde.Zugegeben, das Magyarenthnm sei die politische Nationalität Ungarns: ist daseinerlei damit, cs auch zur ausschließlichen linguistischen Nationalität des Landesmachen zu wollen? Wenn man die Magyaren als Beweis des Gegenthcils auf dieSchweiz verwies, so sagten sie: „Die Schweiz ist zu klein um Ungarn damit zu ver-gleichen"; aber wenn sie ihrerseits sich ans England und Nordamerica beriefen B.Gerando in 11. Uolclöiixi UnASs cis In liövnlntion Iion^roise; ?nris, ventu,1849; S. 8), so waren das britische Reich und das Gebiet des Sternenbanners inihrer riesigen Ausdehnung nicht zu groß, um die Verhältnisse Ungarns daran z»messen? Und was nützte am Ende die Bernfnng ans diese beiden Großsiaatcn? Be-fiehlt etwa England, daß die Taus- Trainings- »nd Todten-Rcgifler nur in englischerSprache geschrieben werden? Oder verbietet der Congresi in Washington, in der Ge-meindeverwaltung, bei öffentlichen Meetings, in de» Legislationen aller einzelne» Staateneine andere als die englische Sprache anznwcndcn? Die Magyaren aber wollten das,und noch weit mehr! Als Leo Thun ans die Frage: „Darf sich in Ungarn der Slaveals Slave fühlen?" eine nackte Antwort wollte, gab sic ihm Pnlszky mit einem ein-fachen „Nein", ja meinte geradezu (a. a. O. S. t>), wenn in einem Slave» in Ungarndas Gefühl seiner cechischcn Abkunft erwache, so bleibe ihm nichts anderes übrig „alsmit Palacky nnd Safarik dabin ansznwandern, wo seine Bestrebungen anerkannt werden".
87) S. 166. Siehe bei Hodza a. a. O. S. 10 f. den Fall mit der slovakischenGemeinde zu Lajos Komarom: als auf Berufung derselben die Eomitats-Bchörde vonder Statthalterei zur Verantwortung gezogen wnrde, erwicdertc sie: „D-rlin roguirit
U»AUae imtionslis ckiAiritns".
88) S. 166. Kollar erzählt in seinen „Jngend-Erinneruugen" von einem seinerslovakischen Schnlgcnoffen, der nachmals in Ofen ein so verbissener Magyarom wurde,