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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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Anmerkungen.

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Schlovaken" war übrigens in der vor»,ärmlichen Zeit den Deutschen in Ungarn nichtminder zur Gewohnheit geworden als den Magyaren, wie wir ans Koltär's Jngcnd-crinnernngcn (1?nmsti ^ mlueksisli Ist. v Urass, 3. Q. Iliolisr, 1863) bei

mehr als einer Gelegenheit erfahren, siehe z. B. IV. S. 133 f., wo man auch diemacaronischcn Verse Nachlesen kann womit der fenrigc junge Dichter seinen deutschenMitschülern ihre Spötteleien vergalt. Eine gnt geschriebene und besonders über dasVerhältnis, zwischen Ungarn und Raizcn vielfach belehrende Skizze enthalten Martini'sBilder ans den, Honvcd-Lcben" (2. Ausgabe, Prag 1860) S. 2372-14; bezeichnendsind unter ander» die Stellen:ein ehrlicher Kerl, wen» er gleich ein Räcz ist";dasUngeziefer seid ihr, ihr gottverfluchte» Raczen";halt's Manl, Räcz, wir brauchenDeine Eljcn nicht" n. dgl. m.

85) S. 163. Damit man nicht etwa glaube daß wir zu stark anstrage», ver-weisen wir ans A. de GcrandoÜber den öffentlichen Geist in Ungarn seit deinJahre 1700" (Leipzig, I. I. Weber, 1848) S. 298; ans Franz v. Pnlszky'sDieSprachenfrage in Ungarn" in denUngarischen Tabletten ans der Mappe eines Inde-pendenten" (Leipzig, Hirschfeld, 1844) S. 191230, und ans des letzteren Briefwechselmit Grasen Leo Thun, der ihn, hieraus n. a. antwortete:Soll das heißen, daßihr den Slovaken nicht verbietet im Inner» ihrer Wohnungen ihre Sprache zu reden?oder wollt ihr euch damit brüsten, daß kein Slovakc gezüchtigt oder gesteinigt wirdwenn er ans offener Straße slovakisch spricht?" (Die Stellung der Slovaken in Un-garn beleuchtet von Leo Grafen von Thun: Prag, Ealvc, 1843; S. 52). Gegendie Einführung der magyarischen Sprache an Stelle der lateinischen wird ebenda S. 19treffend bemerkt:Die lateinische Sprache für irgend ein Geschäft beibchaltcn, heißtnur die Einführung der Volkssprache, weil sie ans irgend einem Grunde noch nichtmöglich ist, vertagen: eine andere lebende Sprache an ihre Stelle setzen, heißt aber einPrincip anerkennen das die Volkssprache ansschlicßt". Unter den Deutschen Ungarnswar es besonders Gottfried Sch er, der vom Standpunkte seiner Nationalität gegendas magyarisebe Gebühren männliche Einsprache erhob. In einen,, freilich erst ineine spätere Zeit fallende» Artikel:An die Deutschen in Ungarn" (Pcster Ztg. 1849v. 17. März) beruft er sich znu. Beweis seiner Behauptung, daß der Unterricht ineiner fremden Spracheein klägliches Bildnngsmittel" sei, ans einen AusspruchArndts (Über Vvlkshaß und über den Gebrauch einer fremden Sprache"), den sich,nebenbei bemerkt, auch die Deutschen in den nicht-ungarischen Ländern Österreichs hinter'sOhr schreiben könnten.

86) S. 163. Die Schriften, in denen die Vorkämpfer des Magyarismns dieses»»vernünftige System z» vertheidigen suchten, sind voller Trugschlüsse und Umkehrungder Thatsachen. Bald berufen sie sich, mit Übergehung des Umstandes daß ihreSprache nicht das geringste hatte was ihr den Anspruch einer Weltsprache verleihenkonnte n»d daß sic in dieser Hinsicht selbst nnter den eigenen Landessprachen gegen dasSlavische, von dem Deutschen gar nicht zn rede», znrückstand, auf die eivilisato-rischc Mission des Magyarismns.lArlsons (In Linear »»iaticzus snropüanisü insent.inslls eis ln sivlllsatisn anr Is vnnnüs", hieß es in einem im Nov. 1848 er-schienenen Artikel derllsmoeratis zmsiligns", worin Ungarn mit Frankreich undEngland als der Dritte im Bunde ansgcführt wurde!Wie", rief I. Boldcnyi (DasMagyarenthum oder der Krieg der Rationaiitätcn in Ungarn; a d. Franz, vonLeipzig, Eostenoble und Remmelmann, 1831; S. 79) ans:wie, das magyarischeVolk hätte sein ewiges Neckt verloren znm Wohlsein und zur Emancipation der Völkerbcizntragen, weil es lange Zeit nachsichtig war?!" Dann wieder ist es der histo-