Anmerkungen.
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In Vallarsa, wo vor wenigen Zähren der letzte deutsch redende Greis verstorben ist,zeugen noch Berg- und Ortsnamen von der nmgebrachten deutschen Nation. Wer er-kennt unter den Namen Rauffi, Fori, Staineri, Speechen nicht die alten Namen Rauscher,Fuchsen, Steiner, Specker. Ebenso ist's in Terragnnolo, Folgaria, Palst. Während diesesin den Bergen geschah, rückten die Wälschen im Thale stromanfwärts. Ans dem altenMeta tentonica am linke» Ufer des Noce, dessen altdeutscher Name Ulz schon längstans dem Volksmunde geschwunden ist, ist ein ganz Wätscher Ort geworden, der seine»Namen Mezzo tedesco Lügen straft. Weiter oben in Aichholz ist die Vcrwälschnng nochschneller vor sich gegangen. Es heißt jetzt Roverc della Luna. Saturn, Neumarkt, Uner-hört man eben so oft Satorno, Egna, Ora nennen. Noch nördlicher zu ist der wälscheSchiller verschwunden nnd man glaubt wieder südwärts gereist zu sein. Branzoll, St.Jakob in der An, Pfaten denken und reden fast nur italienisch. Noch nicht genug.Auch die Thalsolle zwischen Botzen nnd Meran hat schon wälsche Ansiedler. Sie ziehender Seide nach nnd dem Mais. Die Deutschen können dann ans ihren Bergen Rindcrhüten und Kartoffeln essen. Diesen Thatsachen gegenüber muß Hand nnd Zunge gelähmtwerden, wenn man die Italiener von der Unterdrückung reden hört welche sie in denletzten 34 Jahren in Wälsch-Tyrol erduldet haben solle». Wenn wir ihnen wegen dcrErdrücknng unserer deutschen Brüder keine Vorwürfe machen, so geschieht es, weil wirzur Steuer der Wahrheit die Schuld ans jenes falsche Regierungs-System werfenmüssen, unter dem Wälsche nnd Deutsche gleichmäßig gelitten haben nnd dem auch alleKlagen anfgebürdet werden müssen, welche sie der Vereinigung von Wälsch- nndDentschtyrol zu Einem Lande zur Last legen/'
80) S. 156. Wie gegründet die Klagen der dalmatinischen Slave», »nd wie ver-kehrt die Maßnahmen der Regierung waren, bezeugt indirect ein Mann, der mit denVerhältnissen von Land nnd Leuten in Dalmatien vollkommen vertrant, bis an dastraurige Ende seiner Tage seine deutsche Gesinnung nnd die Liebe zu seiner deutschenHeimat nie verlängnete. Es ist dieß Franz Pettcr, der in seinem „Dalmatien"(Gotha, Justus Perthes, 1857) I. S. 159 den erfreulichen Aufschwung des slavischenUnterrichtes seit 1849 und 1850 erwähnt und daran die Bemerkung knüpft: „Das istmeiner Meinung nach sehr vernünftig und zweckmäßig; denn durch diese Maßregelwird das slavischc Element allmätig mehr nnd mehr Terrain nnd in der Folge sogar dieOberhand über das italienische gewinnen. Als slavische Provinz werden die Dalmatinerder herrschenden Dynastie stets mit Leib nnd Seele ergeben sein; wenn aber das italie-nische die Oberhand gewänne, so würden sich ihre Sympathien zu den Italienern Hin-neigen" oc. — Vgl. Korrespondenz aus Zara von I—p—ch in „Slav. Ecntralblätter"1849 S. 127 f. und Petition der Dalmatiner an den Reichstag in „dlLr. diarv." 1848Nr. 128 S. 620.
81) S. 162. Die modernen magyarischen Historiker nnd Pnblicistcn machen aller-dings um dieses Grundsatzes willen ihren Königen, „die nur durch Sprache nnd Sittegetrennte Völker beherrschen wollten", bittere Vorwürfe; diese hätten vielmehr, meinensie, von allem Anfang mit dem Magyarisircn Ernst machen sollen.
82) S. 164. Zur Geschichte des ungarischen Freiheitskampfes. Authentische Be-richte (Leigzig, Arnold, 185 l) II. S. 114 -131. So gelungen hier die Schilderungder Magyaren, so einseitig und ungerecht ist im weitern Verlaufe die der andernVolksstämme Ungarns, die nur in dem Maße besser wegkommen, in welchem sie sichwährend der Revolution den magyarischen Anmaßungen gefällig oder gar behitstichgezeigt. So erfahren die Armenier, ein ganz kleines Bruchtheil der Landesbevölkernng,eine eingehende Besprechung, weil sie sich „trotz ihrer geringen Zahl ihrem Vaterlandc