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III. 7. Ermammng — Bcreinswesm — Selfgovernment.
erklärt werden; oder wenn sonstwie dein von der slavischcn Bevölkerungdes Landes mit eifersüchtiger Wachsamkeit verfolgten Grundsätze dernationalen Gleichberechtigung Eintrag geschah, wandten sich die Parteienan den Richterstuhl der Slovanskä Lipa mit der Beschwerde über dasihnen zugcfngte Unrecht, mit der Bitte um Abhilfe oder Einflußnahmebei den Behörden. Aber sie selbst war gleichsam eine Behörde, zwarnicht mit ausübender Gewalt ausgerüstet, aber mit einem Ansehen be-kleidet dem keine der großen Angelegenheiten die das böhmische Landberührten sich völlig entziehen konnte. Das erste Lebenszeichen das sicnach ihrem Wicdcrzusammcntritt im Sommer gab waren eine Ver-wahrung gegen das Vorgehen Thnn's und Windischgrätz' während derJuni-Tage und eine Bitte an das Strafgericht um Untersuchung derwegen derselben am Hradschin Verhafteten ans freiem Fuße. Sie faßtedie Errichtung der Cvllcgiat-Gerichte in's Auge und forderte die böh-mischen Stadtgcmeinden auf Petitionen in diesem Sinne an das Mini-sterium zu richten. Sie richtete ihr Bemühen dahin daß die Wahlenfür die Schwurgerichte in einem der freien Presse günstigen Sinneansfielcn. Sic schlug eine Zusammcntrctnng aller böhmischen National-gardcn vor, um eine gemeinschaftliche Organisirnng derselben mit demSitze des obersten Commandos in Prag zu erzielen und verlangte fürdie Bürgcrwehr der Hauptstadt Geschütze. Sie machte das Statthalterei-Präsidinm ans den empfindlichen Mangel von Scheidemünze aufmerksamund bat Abhilfe dafür zu treffen. Während im Wiener Reichstage dieFrage des Untcrthänigkeits - Verhältnisses für die Monarchie verhandeltund gelöst wurde, war es die Prager Slovanskä Lipa die im Landeden agrarischen Frieden zwischen Bauern und Jnlcnten aufrcchtzuhaltenwußte. Die Mitglieder der Rechten die nach dem 6. October ihreSitze in der Wiener Wintcrrcitschule verließen, sandten nach ihrer An-kunft in Prag Rieger und Havlicek in die Mitte der Slovanskä Lipader sie die Lage der Dinge und die Beweggründe ihres Schrittes aus-einandcrsctzten. In der zweiten Hälfte November erschien eine Kund-machung des Prager Lindenvcrcins, daß er cs als eine seiner Ausgabenbetrachte die Verfassung zu wahren und daher bei Wiederbcsctznng derim Rcichsrathc erledigten Abgeordnetcnstellcn seinen Landsleuten, soweitihr Zutrauen zu dem Vereine reiche, mit gutem Rathe an die Hand zugehen; in der allgemeinen Versammlung vom 21. November, wo unterandern Sabina das große Wort führte, wurde für diesen Zweck ein