Slovanskä Lipa.
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bethciligte sich nur Vaccslav Hanka in thätigcrcr Weisc an ihren Ver-handlungen, denen er als Obmann (starosta.) das Ansehen seines Namenslieh. Dagegen Halle sich der gelehrteste Mann seines Volkes, PaulJoseph Safarik, gleich nach den Jnnitagcn von aller Vercinsthätigkcitzurückgezogen nnd veröffentlichte, als sich namentlich in slidslavischcnBlättern noch immer die irrige Meinung fortschlcppte als stünde er ander Spitze derselben, eine Erklärung, daß er „aus Anlaß seiner gehäuftenBcrufsgcschäfte und entschlossen seine ganze übrige Zeit nnd Kraftder Vollendung einiger schon vorlängst begonnenen dem Slavcnthum,wie er meine, nicht unnützer wissenschaftlichen Arbeiten zu widmen", denVorsitz der Slovanskä Lipa zurückgclcgt und seither „an der Verwaltungdieser rnhmwürdigen thütigcn und verdienten Gesellschaft" keinerlei An-theil mehr genommen habc'^). Allein trotzdem in solcher Weise derVerein fast nur Sterne zweiten, dritten und noch mindern Ranges inseinen Reihen sah, mußte man unbefangen bekennen, daß er seine Auf-gabe ernst und eifrig erfaßte und eine Thätigkeit entfaltete die von ebenso großer Kraft als Umsicht zeigte. Wie der deutsch-böhmische Gcsammt-verein hatte auch die Slovanskä Lipa ihre Verzweigungen über das ganzeLand. Ed gab keine größere Stadt und cs gab wenig mittlere Städteim slavischcn Thcilc Böhmens wo sich nicht Töchtcrvcrcine bildeten.Auch in einigen Städten Mährens entstanden solche. Um die MitteNovember erließ die Slovanskä Lipa von Olmüz einen Ausruf an die„mährischen Slavcn" sich aus Grundlage des Vcreinsrechtcs einander zunähern und gleiche Vereine zu gründen, und begrüßte die Prager Slo-vanskä Lipa mit einem Schreiben, worin sie dankend der Verdienste ge-dachte die sich letztere „auch um unser Mähren" erworben Im
Geiste ihrer Gründung waren es vorwiegend nationale Interessen mitdenen sich die Slovanskä Lipa beschäftigte und rücksichtlich deren sie vonder ganzen slavischcn Bevölkerung des Landes als Berathungs- undVertretungs-Organ angesehen wurde. In dieser Richtung wurden dieverschiedensten Gegenstände vor ihre Schranken gezogen und sah sie sichoft mit ganz kleinlichen Angelegenheiten behelligt. Wenn etwa einemslavischcn Beklagten ein deutscher Erlaß zugcstellt oder eine böhmischeEingabe bei einer Behörde nicht angenommen wurde; oder wenn ineiner Schule, wie dieß am Prager Teyn vorgekommen sein sollte, KinderNüsse bekamen weil sie baten es möchten ihnen Dinge, die sie imDeutschen noch nicht hinreichend verstünden, böhmisch vorgctragen und