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Hl. 6. Enttäuschung — Ernüchterung — Entinuthigung.
stets Gewehrfcner. In diese Classc gehörten anch fleißige Bürgersleutedie sich etwas erworben hatten; um ihrem Unglück zu entrinnen sannensic auf Selbstmord und mußten sorgfältig bewacht werden. Anch dannnoch versuchten sic cs mit Anshnngcrn; unter sechs derselben verhungertentrotz der Spciseröhrcn-Sondc zwei. Eine andere Classc war stolz, ent-zückt; stets sprechend wähnten sic Retter des Vaterlandes, Generale,Finanz-Minister zu sein". Die Juni-Kämpfe forderten neue Opfer;Brierre de Boismont hatte über zwanzig aufzunchmcn und ähnlich wares in den andern Pariser Anstalten. Auch von diesen waren viele demGrößcn-Wahnsinn verfallen, die meisten indessen waren melancholisch'Mord und Tod oder Verarmung für sich und ihre Familie fürchtend.Zum Unglück fanden die Irren die sich für ruinirt hielten bei ihrer Wic-dcrgcncsnng nur zu häufig ihren Wahn zur Wirklichkeit geworden. „Wennjene welche Revolution und politischen Umsturz predigen", schließt derfranzösische Psychiater seine Beobachtungen, „die Opfer derselben kennten,würden sie gewiß den natürlichen Gang der Reformen cinzuhaltensuchen"
Wenn Fälle wie die geschilderten auch in den übrigen von der Re-volution heimgcsnchtcn Ländern, namentlich in den österreichischen vorkwmen, so war es bei uns noch eine Erscheinung anderer Art, die sich alsFolge der gestörten Zeitverhältnisse bemerkbar machte, nämlich die, daßdie Auswanderung ans den Gebieten unserer Monarchie nach Nord- oderSüd-America, nach Australien, wohl anch in das südliche Spanien früherniemals in so großartigem Maßstabe stattgefnnden hat, als von der zweitenHälfte des Jahres 1848 an, wo die schönen Traumbilder des März zuerbleichen und Schrecknissen aller Art Platz zu machen begannen. Nichtbloß gedrückte oder verarmte Leute, auch solche deren materielle Lage unterandern Umständen eine vollkommen gesicherte war, vermehrten die Zahlder Europamüden und sammelten um sich zahlreiche Schaaren die dasVertrauen in eine trostreiche Zukunft ihres Heimatlandes verloren hatten^").Fiel ihnen auch der Schritt schwer sich von allem zu trennen an wasbisher ihr Sinnen und Sorgen gehangen hatte, so konnten sic doch vomatlantischen Occan mit erleichtertem Herzen voraus blicken in ein Land,dessen Zustände geeignet waren ihnen alles zu bieten was ihnen ihreHeimat für immer verloren zu haben schien.
In der That, wen die heimischen Vorgänge und Verhältnisse anwi-derten oder erschreckten, dem mußten gerade damals die nordamericanischcn